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Rechtssatz RS0060533×

Rechtssatz RS0060533

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0060533

Entscheidungsdatum

20.05.2014

Rechtssatz

Die Anmerkung der Rangordnung für die beabsichtigte Veräußerung der Liegenschaft oder eines Teiles davon bewirkt zwar eine Beschränkung der Verfügungsgewalt des Eigentümers, aber sein Eigentumsrecht selbst lässt sie unberührt. Dieses geht erst mit der Einverleibung des Eigentumsrechts des späteren Erwerbers verloren, da dessen Rechtserwerb ohne Rücksicht auf die Rückdatierung des Ranges der Einverleibung auf den Zeitpunkt der Anmerkung des Rangvorbehaltes nicht auf diesen Zeitpunkt zurückbezogen wird vergleiche Klang Kommentar 2.Auflage römisch zwei S 379, 380, Bartsch, Das österreichische Allg GBG S 483; Ehrenzweig, Sachenrecht 1957,273). Daher beeinträchtigt die Anmerkung der Teilungsklage die Rechte des Erwerbers eines Anteiles einer Liegenschaft auch dann nicht, wenn dieser den noch wirksamen Rangordnungsbescheid für die beabsichtigte Veräußerung dieses Anteiles bereits in Händen hat.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 128/66
    Entscheidungstext OGH 08.06.1966 5 Ob 128/66
    Veröff: SZ 39/106 = EvBl 1967/210 S 244
  • 3 Ob 14/87
    Entscheidungstext OGH 11.11.1987 3 Ob 14/87
    Auch; Veröff: ÖBA 1988,726 = NZ 1988,113 (mit Anmerkung von Hofmeister, 117)
  • 5 Ob 18/09x
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 5 Ob 18/09x
    Vgl; Beisatz: Hier: Anmerkung nach § 40 Abs 2 WEG 2002. (T1)
  • 5 Ob 36/14a
    Entscheidungstext OGH 20.05.2014 5 Ob 36/14a
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0060533

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

23.07.2014

Dokumentnummer

JJR_19660608_OGH0002_0050OB00128_6600000_001