Rechtssatz RS0061600
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0061600
Geschäftszahl
2Ob547/52; 6Ob96/59; 4Ob511/77; 3Ob596/79; 6Ob770/83; 3Ob175/01h
Entscheidungsdatum
19.09.2002
Rechtssatz
Es kann an sich auch der Vornahme der unbedeutendsten und selbstverständlichsten Handlung widersprochen werden. Nur ein Widerspruch, der pflichtwidrig erhoben ist und gegen das Gebot der Gesellschaftstreue verstößt, ist unbeachtlich. Bei verschiedener Auffassung von der Zweckmäßigkeit ist der Widerspruch zu beachten, selbst wenn er sachwidrig ist. Das Widerspruchsrecht gilt für Handlungen aller Art und stets nur gegen konkrete Maßnahmen.
Entscheidungstexte
- 2 Ob 547/52
Entscheidungstext OGH 03.09.1952 2 Ob 547/52
- 6 Ob 96/59
Entscheidungstext OGH 08.04.1959 6 Ob 96/59
- 4 Ob 511/77
Entscheidungstext OGH 14.06.1977 4 Ob 511/77
Vgl; nur: Nur ein Widerspruch, der pflichtwidrig erhoben ist und gegen das gebot der Gesellschaftstreue verstößt, ist unbeachtlich. (T1) Beisatz: Das Risiko einer Nichtbefolgung hat der gegen den Widerspruch handelnde Gesellschafter zu tragen. (T2) Veröff: SZ 50/88 = EvBl 1978/29 S 100
- 3 Ob 596/79
Entscheidungstext OGH 30.07.1980 3 Ob 596/79
Auch; nur T1; Veröff: GesRZ 1981,106
- 6 Ob 770/83
Entscheidungstext OGH 20.10.1983 6 Ob 770/83
Vgl auch
- 3 Ob 175/01h
Entscheidungstext OGH 19.09.2002 3 Ob 175/01h
Auch; nur T1; Beisatz: Ein Widerspruch ist insbesondere dann pflichtwidrig, wenn die Maßnahme im Gesellschaftsinteresse offensichtlich erforderlich ist. (T3); Veröff: SZ 2002/119
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1952:RS0061600
Dokumentnummer
JJR_19520903_OGH0002_0020OB00547_5200000_002