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Rechtssatz RS0061629

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0061629

Geschäftszahl

4Ob511/77; 3Ob596/79; 3Ob175/01h

Entscheidungsdatum

19.09.2002

Rechtssatz

Als pflichtwidrig ist ein Widerspruch insbesondere dann anzusehen, wenn er sachlich nicht gerechtfertigt ist und der Mitgesellschafter bei seiner Erhebung die ihm obliegende gesellschaftliche Sorgfaltspflicht (Artikel 7, Nr 3 EVHGB) verletzt, bzw durch Vernachlässigung der Interessen der Gesellschaft und Voranstellung seiner eigenen Interessen gegen die gesellschaftliche Treuepflicht verstößt. Unter diesem Gesichtspunkt ist der Widerspruch insbesondere auch dann wirkungslos, wenn die betreffende Handlung zur Erhaltung des gemeinsamen Gesellschaftsvermögens notwendig ist.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 511/77
    Entscheidungstext OGH 14.06.1977 4 Ob 511/77
    Veröff: SZ 50/88 = EvBl 1978/29 S 100
  • 3 Ob 596/79
    Entscheidungstext OGH 30.07.1980 3 Ob 596/79
    Veröff: GesRZ 1981,106
  • 3 Ob 175/01h
    Entscheidungstext OGH 19.09.2002 3 Ob 175/01h
    Auch; nur: Als pflichtwidrig ist ein Widerspruch insbesondere dann anzusehen, wenn er sachlich nicht gerechtfertigt ist und der Mitgesellschafter bei seiner Erhebung die ihm obliegende gesellschaftliche Sorgfaltspflicht (Art 7 Nr 3 EVHGB) verletzt, bzw durch Vernachlässigung der Interessen der Gesellschaft und Voranstellung seiner eigenen Interessen gegen die gesellschaftliche Treuepflicht verstößt. (T1) Beisatz: Ein Widerspruch ist insbesondere dann pflichtwidrig, wenn die Maßnahme im Gesellschaftsinteresse offensichtlich erforderlich ist. (T2); Veröff: SZ 2002/119

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0061629

Dokumentnummer

JJR_19770614_OGH0002_0040OB00511_7700000_003