Rechtssatz RS0062148
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0062148
Geschäftszahl
3Ob432/51; 2Ob792/53; 7Ob428/55; 2Ob33/61; 1Ob249/61 (1Ob250/61); 6Ob298/64; 6Ob302/65; 1Ob170/66; 8Ob354/66; 4Ob502/78; 6Ob751/79; 5Ob619/80; 2Ob537/81 (2Ob538/81)
Entscheidungsdatum
09.02.1982
Rechtssatz
Eine Übernahme des Geschäftes ohne Liquidation nach § 142 HGB ist, wenn beide Gesellschafter sich Verfehlungen zuschulden kommen ließen, nur dann möglich, wenn die Verfehlungen des einen so schwer und überwiegend sind, daß die Verfehlungen des anderen demgegenüber als unerheblich erscheinen.Eine Übernahme des Geschäftes ohne Liquidation nach Paragraph 142, HGB ist, wenn beide Gesellschafter sich Verfehlungen zuschulden kommen ließen, nur dann möglich, wenn die Verfehlungen des einen so schwer und überwiegend sind, daß die Verfehlungen des anderen demgegenüber als unerheblich erscheinen.
Entscheidungstexte
- 3 Ob 432/51
Entscheidungstext OGH 10.10.1951 3 Ob 432/51
Veröff: SZ 24/269
- 2 Ob 792/53
Entscheidungstext OGH 31.03.1954 2 Ob 792/53
- 7 Ob 428/55
Entscheidungstext OGH 19.10.1955 7 Ob 428/55
- 2 Ob 33/61
Entscheidungstext OGH 17.03.1961 2 Ob 33/61
- 1 Ob 249/61
Entscheidungstext OGH 22.06.1961 1 Ob 249/61
- 6 Ob 298/64
Entscheidungstext OGH 18.11.1964 6 Ob 298/64
Veröff: JBl 1965,210
- 6 Ob 302/65
Entscheidungstext OGH 12.01.1966 6 Ob 302/65
Zweiter Rechtsgang zu 6 Ob 298/64
- 1 Ob 170/66
Entscheidungstext OGH 13.10.1966 1 Ob 170/66
Veröff: EvBl 1967/179 S 212
- 8 Ob 354/66
Entscheidungstext OGH 10.01.1967 8 Ob 354/66
- 4 Ob 502/78
Entscheidungstext OGH 21.02.1978 4 Ob 502/78
Veröff: SZ 51/20 = GesRZ 1978,170
- 6 Ob 751/79
Entscheidungstext OGH 19.03.1980 6 Ob 751/79
Beisatz: Das Ziel der Ausschließung muß in diesem Fall die Abwendung von Schäden von der Gesellschaft und nicht eine Verbesserung der Lage der verbleibenden Gesellschafter sein und darf auf anderem Wege nicht erreichbar sein. (T1)
- 5 Ob 619/80
Entscheidungstext OGH 03.06.1980 5 Ob 619/80
Beisatz: Ob diese Voraussetzung vorliegt, ist nach den Umständen des Einzelfalles unter Bedachtnahme auf das gesamte Verhalten beider Gesellschafter in seiner zeitlichen Abfolge und allfälligen gegenseitigen Bedingtheit zu prüfen. (T2) Beisatz: Auch wenn der eine Gesellschafter bereits rechtskräftig wegen Untreue verurteilt worden ist, müssen angebliche Verfehlungen des anderen Gesellschafters geprüft und dagegen abgewogen werden. (T3) Veröff: GesRZ 1980,142
- 2 Ob 537/81
Entscheidungstext OGH 09.02.1982 2 Ob 537/81
Auch; Beisatz: Bei Ausschließung ist hinsichtlich der Schwere der Verfehlungen Interessenabwägung erforderlich. (T4) Veröff: SZ 55/8
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1951:RS0062148
Dokumentnummer
JJR_19511010_OGH0002_0030OB00432_5100000_001