Rechtssatz RS0062986
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0062986
Entscheidungsdatum
26.02.2002
Norm
Krnt JagdG 1961 §30 Abs2
Rechtssatz
Ein Vertrag, mit dem der Pächter einer Gemeindejagd auf einem bestimmten Teil des Jagdgebietes einem anderen gegen Entgelt das Recht der Jagdausübung und der Aneignung des erlegten Wildes überläßt und in dem betreffenden Gebiet weder die Jagdaufsicht zu besorgen noch für Wildschäden zu haften hat, ist rechtlich nichts anderes als eine (teilweise) Afterverpachtung der Jagd im Sinne des § 30 Abs 2 des Krnt JagdG (vgl VwGHSlg 14672 A zu §§ 16, 39 nö JagdG LGBl 1902/42), kein bloßer Wildabschußvertrag und keine Gesellschaft bürgerlichen Rechtes.Ein Vertrag, mit dem der Pächter einer Gemeindejagd auf einem bestimmten Teil des Jagdgebietes einem anderen gegen Entgelt das Recht der Jagdausübung und der Aneignung des erlegten Wildes überläßt und in dem betreffenden Gebiet weder die Jagdaufsicht zu besorgen noch für Wildschäden zu haften hat, ist rechtlich nichts anderes als eine (teilweise) Afterverpachtung der Jagd im Sinne des Paragraph 30, Absatz 2, des Krnt JagdG vergleiche VwGHSlg 14672 A zu Paragraphen 16, 39, nö JagdG LGBl 1902/42), kein bloßer Wildabschußvertrag und keine Gesellschaft bürgerlichen Rechtes.
Entscheidungstexte
- 5 Ob 238/73
Entscheidungstext OGH 19.12.1973 5 Ob 238/73
Veröff: SZ 46/124 = JBl 1974,431
- 1 Ob 294/01v
Entscheidungstext OGH 26.02.2002 1 Ob 294/01v
Vgl; Beisatz: Eine Unterverpachtung hat die Überlassung sämtlicher sich aus den Bestimmungen des JG ergebenden Rechte und Pflichten zur Voraussetzung. (T1) Beisatz: Die Erlaubnis zur Jagdausübung stellt keine Subpacht dar. Eine solche würde die Weitergabe des von der Jagdgesellschaft gepachteten Jagdrechts ohne jede Möglichkeit einer Einflussnahme durch die Jagdgesellschaft bedeuten. (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0062986
Dokumentnummer
JJR_19731219_OGH0002_0050OB00238_7300000_004