Rechtssatz RS0064089
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0064089
Entscheidungsdatum
23.09.2004
Rechtssatz
Soweit nicht mit einem anderen Staat ein Insolvenzabkommen besteht, beschränkt sich das inländische Insolvenzverfahren auf Inlandsvermögen; weder wird Auslandsvermögen einbezogen noch Inlandsvermögen ausgefolgt. Ausländische Insolvenzmaßnahmen sind grundsätzlich wirkungslos; ihre Anerkennung hängt von einer durch Staatsverträge verbürgten Gegenseitigkeit ab.
Entscheidungstexte
- 2 Ob 517/89
Entscheidungstext OGH 05.07.1989 2 Ob 517/89
- 2 Ob 316/99f
Entscheidungstext OGH 25.11.1999 2 Ob 316/99f
Vgl auch; Beisatz: Die Wirkungen eines inländischen Konkurses erstrecken sich nicht auf im Ausland gelegenes unbewegliches Vermögen des Gemeinschuldners. (T1); Veröff: SZ 72/196
- 3 Ob 158/00g
Entscheidungstext OGH 20.06.2001 3 Ob 158/00g
Auch; Beisatz: Keine Auslandswirkungen des Inlandskonkurses, soweit in internationalen Abkommen nichts Anderes vorgesehen ist (Territorialitätsprinzip). (T2)
- 6 Ob 116/04h
Entscheidungstext OGH 23.09.2004 6 Ob 116/04h
Beisatz: §§ 240 ff KO in der Fassung des Bundesgesetzes über das Internationale Insolvenzrecht (IIRG), BGBl I 2003/36, noch nicht anwendbar, da Konkurs schon 1993 eröffnet wurde. (T3); Beisatz: Dem ausländischen Masseverwalter kommt keine Prozessführungsbefugnis in Bezug auf das in Österreich gelegene Vermögen zu (so schon 1 Ob 120/00d mwN). (T4)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0064089
Dokumentnummer
JJR_19890705_OGH0002_0020OB00517_8900000_001