Rechtssatz RS0067534
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0067534
Entscheidungsdatum
14.07.2026
Norm
MG §19 Abs2 Z3 A1
MRG §30 Abs2 Z3 F
Rechtssatz
Die Frage, ob der Mieter nach der Aufkündigung sein unleidliches Verhalten fortsetzte, ist unwesentlich, da es genügt, dass im Zeitpunkt der Aufkündigung die Voraussetzungen für sie vorhanden waren. (vgl MietSlg 7319 ua).Die Frage, ob der Mieter nach der Aufkündigung sein unleidliches Verhalten fortsetzte, ist unwesentlich, da es genügt, dass im Zeitpunkt der Aufkündigung die Voraussetzungen für sie vorhanden waren. vergleiche MietSlg 7319 ua).
Entscheidungstexte
- 7 Ob 193/65
Entscheidungstext OGH 07.07.1965 7 Ob 193/65
Veröff: MietSlg 17385
- 7 Ob 90/71
Entscheidungstext OGH 30.06.1971 7 Ob 90/71
Veröff: ImmZ 1971,254 = MietSlg 23332
- 1 Ob 25/73
Entscheidungstext OGH 07.03.1973 1 Ob 25/73
Veröff: MietSlg 25269
- 3 Ob 52/74
Entscheidungstext OGH 11.06.1974 3 Ob 52/74
Veröff: MietSlg 26235
- 4 Ob 589/74
Entscheidungstext OGH 01.10.1974 4 Ob 589/74
Auch; Veröff: MietSlg 26234
- 1 Ob 300/75
Entscheidungstext OGH 19.11.1975 1 Ob 300/75
Veröff: MietSlg 27351
- 8 Ob 597/85
Entscheidungstext OGH 09.01.1986 8 Ob 597/85
Vgl; Beisatz: Die Einstellung eines dem Mieter zum Vorwurf gemachten Verhaltens nach der Kündigung hebt den Kündigungstatbestand zwar nicht allgemein auf, muss aber bei der Beurteilung, ob das Gesamtverhalten die Kündigung rechtfertigt, mitberücksichtigt werden. (T1)
Veröff: MietSlg XXXVIII/4
- 1 Ob 707/87
Entscheidungstext OGH 20.01.1988 1 Ob 707/87
- 7 Ob 632/88
Entscheidungstext OGH 28.07.1988 7 Ob 632/88
- 3 Ob 29/06w
Entscheidungstext OGH 15.02.2006 3 Ob 29/06w
Vgl aber; Beisatz: Grundsätzlich sind für die Beurteilung von Kündigungsgründen die Umstände im Zeitpunkt der Zustellung der Aufkündigung maßgeblich. Wenn allerdings der gekündigte Mieter nach Zustellung der Aufkündigung sein unleidliches Verhalten einstellt, ist die Verhaltensänderung bei der Beurteilung des Gesamtverhaltens mitzuberücksichtigen und kann bei Vorliegen einer positiven Zukunftsprognose zur Klageabweisung führen, sofern die Wiederholung der bisherigen Unzukömmlichkeiten ausgeschlossen werden kann. (T2)
- 3 Ob 34/15v
Entscheidungstext OGH 18.03.2015 3 Ob 34/15v
Auch; Beis wie T2
- 1 Ob 30/15s
Entscheidungstext OGH 19.03.2015 1 Ob 30/15s
Auch
- 5 Ob 76/15k
Entscheidungstext OGH 14.07.2015 5 Ob 76/15k
Vgl auch; Beis ähnlich wie T2
- 10 Ob 83/15a
Entscheidungstext OGH 01.10.2015 10 Ob 83/15a
Vgl aber; Beis wie T2
- 7 Ob 144/15z
Entscheidungstext OGH 19.11.2015 7 Ob 144/15z
- 9 Ob 65/15x
Entscheidungstext OGH 26.11.2015 9 Ob 65/15x
Vgl auch; Beis ähnlich wie T2
- 7 Ob 35/18z
Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 35/18z
Vgl aber
- 4 Ob 63/19x
Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 63/19x
Vgl
- 1 Ob 151/20t
Entscheidungstext OGH 23.09.2020 1 Ob 151/20t
Beis wie T1; Beis wie T2
- 9 Ob 19/21s
Entscheidungstext OGH 02.09.2021 9 Ob 19/21s
- 9 Ob 82/22g
Entscheidungstext OGH 24.01.2023 9 Ob 82/22g
Vgl; Beis wie T2
- 4 Ob 180/25m
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.11.2025 4 Ob 180/25m
Beisatz: Hier: Dass die Vorinstanzen allein aus dem Datum des letzten Polizeieinsatzes – noch ein halbes Jahr nach der gerichtlichen Aufkündigung, aber ein halbes Jahr vor Schluss der Verhandlung in erster Instanz – nicht abgleitet haben, dass eine Wiederholung von unleidlichem Verhalten in Zukunft ausgeschlossen wäre, führt zu keiner Überschreitung ihres Ermessensspielraums. (T3)
- 5 Ob 82/26h
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 14.07.2026 5 Ob 82/26h
vgl aber; Beisatz wie T2 nur: Eine Verhaltensänderung nach der Zustellung der Aufkündigung und damit eine Zukunftsprognose hat aber nur dann einen Einfluss auf die Beurteilung der Aufkündigung, wenn im Einzelfall der Schluss zu ziehen ist, dass die Wiederholung der bisherigen Unzukömmlichkeiten auszuschließen ist. (T4)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1965:RS0067534
Zuletzt aktualisiert am
14.09.2026
Dokumentnummer
JJR_19650707_OGH0002_0070OB00193_6500000_001