Rechtssatz RS0070716
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0070716
Geschäftszahl
4Ob81/69; 4Ob1/74; 4Ob44/83; 9ObA40/92; 8ObA233/95; 8ObA2003/96h
Entscheidungsdatum
14.03.1996
Norm
MuttSchG §10
MuttSchG §12
Rechtssatz
Für den Entlassungsschutz nach § 12 MuttSchG ist die objektive Tatsache der Schwangerschaft maßgebend; er tritt auch dann ein, wenn die Schwangerschaft dem Dienstgeber nicht bekannt war. Die Fristbestimmung des § 10 MuttSchG findet im Fall einer Entlassung keine Anwendung.Für den Entlassungsschutz nach Paragraph 12, MuttSchG ist die objektive Tatsache der Schwangerschaft maßgebend; er tritt auch dann ein, wenn die Schwangerschaft dem Dienstgeber nicht bekannt war. Die Fristbestimmung des Paragraph 10, MuttSchG findet im Fall einer Entlassung keine Anwendung.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 81/69
Entscheidungstext OGH 04.11.1969 4 Ob 81/69
Veröff: JBl 1970,213 = SozM IA/d,889 = ZAS 1970.177 (zustimmend Müller) = Arb 8680
- 4 Ob 1/74
Entscheidungstext OGH 19.02.1974 4 Ob 1/74
Veröff: Arb 9193
- 4 Ob 44/83
Entscheidungstext OGH 26.04.1983 4 Ob 44/83
Auch; Veröff: Arb 10264
- 9 ObA 40/92
Entscheidungstext OGH 26.02.1992 9 ObA 40/92
nur: Für den Entlassungsschutz nach § 12 MuttSchG ist die objektive Tatsache der Schwangerschaft maßgebend; er tritt auch dann ein, wenn die Schwangerschaft dem Dienstgeber nicht bekannt war. (T1) Beisatz: § 48 ASGG (T2)
- 8 ObA 233/95
Entscheidungstext OGH 18.08.1995 8 ObA 233/95
- 8 ObA 2003/96h
Entscheidungstext OGH 14.03.1996 8 ObA 2003/96h
Gegenteilig; Beisatz: Nach der Änderung des § 12 MutterschutzG durch das Arbeitsrechtliche Begleitgesetz (BGBl 833/1992) und den sich daraus ergebenden Zielsetzungen ist es gerechtfertigt, die Mitteilungsobliegenheit des § 10 Abs 2 MutterschutzG auch auf den Fall der Entlassung nach § 12 MutterschutzG analog anzuwenden. (T3) Veröff: SZ 69/72
Schlagworte
SW: Arbeitgeber
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1969:RS0070716
Dokumentnummer
JJR_19691104_OGH0002_0040OB00081_6900000_002