Rechtssatz RS0070720
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0070720
Entscheidungsdatum
19.05.2026
Rechtssatz
Der der Disposition entzogene Zweck des Mutterschutzes ist die Wahrung der gesundheitlichen Interessen der Mutter und des Kindes und im Falle des Kündigungsschutzes und Entlassungsschutzes der wirtschaftlichen Existenz der Mutter. Der Gesetzgeber stellt damit auf den schützenswerten Zustand der Frau ab der grundsätzlich zu einer Geburt führenden Empfängnis bis zum Eintritt der Geburt ab.
Entscheidungstexte
- 9 ObA 23/95
Entscheidungstext OGH 12.04.1995 9 ObA 23/95
Veröff: SZ 68/74
- 9 ObA 8/96
Entscheidungstext OGH 17.01.1996 9 ObA 8/96
Auch
- 9 ObA 394/97z
Entscheidungstext OGH 17.12.1997 9 ObA 394/97z
Auch
- 8 ObA 39/06b
Entscheidungstext OGH 23.11.2006 8 ObA 39/06b
Beisatz: Hier: Erste Befassung des Obersten Gerichtshofes mit der Frage, wann der Kündigungsschutz des §10 MSchG im Fall einer „In-vitro-Fertilisation" beginnt; Vorlage an EuGH zur Vorabentscheidung (Auslegung des Begriffs der schwangeren Arbeitnehmerin im Sinne des Art 2 lit a der EWG-RL 92/85/EWG - Mutterschutzrichtlinie. (T1)
- 9 ObA 116/18a
Entscheidungstext OGH 17.12.2018 9 ObA 116/18a
Beisatz: Im Hinblick auf § 10 Abs 1 MSchG ist es irrelevant, ob eine „intakte“ Schwangerschaft und ein entwicklungsfähiger Embryo vorlagen oder ein schwangerschaftsähnlicher Zustand wie etwa bei einer Eileiterschwangerschaft gegeben war. (T2)
- 10 ObS 25/26p
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 19.05.2026 10 ObS 25/26p
vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0070720
Zuletzt aktualisiert am
09.09.2026
Dokumentnummer
JJR_19950412_OGH0002_009OBA00023_9500000_001