Rechtssatz RS0074715
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0074715
Entscheidungsdatum
21.10.1992
Rechtssatz
Die Verlesung niederschriftlicher Angaben von Personen, die sich später in der Hauptverhandlung berechtigt der Aussage entschlagen, verstößt nicht ausnahmslos gegen Art 6 MRK. Insbesondere dann nicht, wenn es sich - wie hier - um Angaben handelt, die gegenüber Gendarmeriebeamten gemacht wurden. Doch muß sichergestellt sein, daß bei der Verwertung dieser Beweismittel die Rechte der Verteidigung gewahrt werden.Die Verlesung niederschriftlicher Angaben von Personen, die sich später in der Hauptverhandlung berechtigt der Aussage entschlagen, verstößt nicht ausnahmslos gegen Artikel 6, MRK. Insbesondere dann nicht, wenn es sich - wie hier - um Angaben handelt, die gegenüber Gendarmeriebeamten gemacht wurden. Doch muß sichergestellt sein, daß bei der Verwertung dieser Beweismittel die Rechte der Verteidigung gewahrt werden.
Entscheidungstexte
- 11 Os 24/87
Entscheidungstext OGH 21.07.1987 11 Os 24/87
Veröff: EvBl 1988/14 S 87 = SSt 58/52 = RZ 1987/62I S 227
- 11 Os 62/87
Entscheidungstext OGH 21.07.1987 11 Os 62/87
Vgl auch; Veröff: SSt 58/55
- 13 Os 42/87
Entscheidungstext OGH 10.09.1987 13 Os 42/87
Vgl auch; Veröff: JBl 1987,798
- 15 Os 160/87
Entscheidungstext OGH 18.12.1987 15 Os 160/87
Vgl auch; Beisatz: Jedoch gegen eine Differenzierung nach organisationsrechtlichen Kriterien zwischen polizeilichen und von der Gendarmerie aufgenommenen Niederschriften. (T1) Veröff: JBl 1988,596 (Liebscher) = EvBl 1988/89 S 408 = RZ 1988/17 S 68
- 11 Os 14/89
Entscheidungstext OGH 21.02.1989 11 Os 14/89
Vgl auch
- 13 Os 77/92
Entscheidungstext OGH 21.10.1992 13 Os 77/92
Vgl auch; Veröff: EvBl1993/48 S 209
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0074715
Dokumentnummer
JJR_19870721_OGH0002_0110OS00024_8700000_002