Rechtssatz RS0075097
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0075097
Entscheidungsdatum
29.04.2025
Rechtssatz
Der Lenker eines Einsatzfahrzeuges, der wegen Rotlichtes anhalten muss, darf erst dann in die Kreuzung einfahren, wenn er sich überzeugt hat, dass hiebei nicht Menschen gefährdet oder Sachen beschädigt werden; ein Vorrang gegenüber dem Querverkehr, für den grünes Licht gilt, kommt ihm nicht zu.
Entscheidungstexte
- 2 Ob 30/93
Entscheidungstext OGH 27.05.1993 2 Ob 30/93
Veröff: ZVR 1994/43 S 142
- 2 Ob 20/13z
Entscheidungstext OGH 25.04.2013 2 Ob 20/13z
Vgl auch
- 2 Ob 95/23v
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 16.05.2023 2 Ob 95/23v
vgl; Beisatz: Die Vorrangregelung des § 19 Abs 2 StVO gilt nicht im Anwendungsbereich des § 26 Abs 3 StVO bei durch Lichtzeichen geregelten Kreuzungen. Hier gelten die §§ 38 und 26 Abs 3 StVO. (T1)
Beisatz: Eine analoge Anwendung der zu § 19 Abs 7 StVO ergangenen Rechtsprechung, nach der sich ein benachrangter Kraftfahrzeuglenker zur Wahrung des Vorrangs des Querverkehrs bei Sichtbehinderung äußert vorsichtig vorzutasten hat, um die notwendige Sicht zu gewinnen, scheidet aus. (T2)
- 2 Ob 45/24t
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.04.2024 2 Ob 45/24t
Beisatz wie T2
- 2 Ob 32/25g
Entscheidungstext OGH 29.04.2025 2 Ob 32/25g
vgl; Beisatz: Hier: Löschfahrzeug mit aktiviertem Folgetonhorn und Blaulicht fuhr mit reduzierter Geschwindigkeit bei rot in eine Kreuzung. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0075097
Zuletzt aktualisiert am
10.06.2025
Dokumentnummer
JJR_19930527_OGH0002_0020OB00030_9300000_001