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Rechtssatz RS0077307×

Rechtssatz RS0077307

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0077307

Entscheidungsdatum

01.09.1999

Norm

UrlG §10

Rechtssatz

Wurde ein Teil des Urlaubs in natura verbraucht, ist er voll auf den Anspruch auf Urlaubsabfindung anzurechnen (Ablehnung der Entscheidung SZ 55/14 = Arb 10095 = SozM IA/c,199 = ARD 3413/5).

Entscheidungstexte

  • 9 ObS 15/90
    Entscheidungstext OGH 29.08.1990 9 ObS 15/90
    Veröff: SZ 63/146 = EvBl 1991/3 S 15 = RdW 1990,412 = WBl 1990,378 = ZAS 1991/4 S 25
  • 9 ObA 1015/91
    Entscheidungstext OGH 11.09.1991 9 ObA 1015/91
  • 9 ObA 45/92
    Entscheidungstext OGH 18.03.1992 9 ObA 45/92
    Beisatz: Hier: Urlaubsabfindung erst für ein späteres Urlaubsjahr. (T1) Veröff: Arb 11019 = RdW 1992,281
  • 9 ObA 233/99a
    Entscheidungstext OGH 01.09.1999 9 ObA 233/99a
    Beisatz: Die Aliquotierungsbestimmung des § 10 Abs 1 Satz 2 UrlG ist nur auf jene Fälle anzuwenden, in denen überhaupt kein Urlaub in natura verbraucht worden sei. Es ist auf den Zweck der Urlaubsabfindung abzustellen, dem Arbeitnehmer wegen der Unmöglichkeit des Urlaubsverbrauches in natura nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses einen Abfindungsanspruch in Geld für den nicht verbrauchten Urlaub zuzubilligen. Dem subsidiären Charakter dieser Geldleistung entspricht es, bereits in natura gewährten Urlaub voll auf diese Leistungen anzurechnen. Dadurch wird eine sachlich nicht zu rechtfertigende Schlechterstellung jener Arbeitnehmer vermieden, die im laufenden Urlaubsjahr keinen Urlaub verbraucht haben. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0077307

Dokumentnummer

JJR_19900829_OGH0002_009OBS00015_9000000_001