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Rechtssatz RS0077406×

Rechtssatz RS0077406

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0077406

Geschäftszahl

4Ob58/89; 4Ob89/89; 4Ob32/89; 4Ob101/90 (4Ob102/90, 4Ob103/90)

Entscheidungsdatum

23.10.1990

Rechtssatz

Bedenken gegen die Verfassungsmäßigkeit des Paragraph eins, UWG vermag der OGH nicht zu teilen. Die Verwendung unbestimmter Gesetzesbegriffe ist nicht verfassungswidrig; den Begriffen "Billigkeit", "Sitte", "Sittlichkeit" und dergleichen ist im Hinblick auf die bestehenden gesellschaftlichen Auffassungen ein konkreter Begriffsinhalt beizumessen; sie bedeuten damit eine ausreichende Determinierung. Dasselbe muß auch für den Begriff der "guten Sitten" gelten. Auch eine nähere Determinierung im Hinblick auf das Grundrecht der Erwerbsfreiheit ist zumindest dann nicht erforderlich, wenn die Sittenwidrigkeit auf einen Verstoß gegen den Gesetzesvorbehalt des Artikel 6, StGG entsprechende, ausreichend determinierte Bestimmungen gestützt wird, die die Berufsausübung regeln.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 58/89
    Entscheidungstext OGH 27.06.1989 4 Ob 58/89
    Veröff: WBl 1989,341 = RdW 1989,333
  • 4 Ob 32/89
    Entscheidungstext OGH 26.09.1989 4 Ob 32/89
  • 4 Ob 89/89
    Entscheidungstext OGH 26.09.1989 4 Ob 89/89
    Veröff: ÖBl 1990,73
  • 4 Ob 101/90
    Entscheidungstext OGH 23.10.1990 4 Ob 101/90
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0077406

Dokumentnummer

JJR_19890627_OGH0002_0040OB00058_8900000_003