Rechtssatz RS0077415
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0077415
Entscheidungsdatum
11.08.2006
Rechtssatz
Rechtswahl ist auch nur bezüglich eines Teiles einer Rechtsordnung zulässig; sie erfaßt nicht (österreichische) kollektivrechtliche Normen, etwa über Sonderzahlungen, wenn diese Fragen im Arbeitsvertrag abweichend geregelt sind.
Entscheidungstexte
- 9 ObA 61/92
Entscheidungstext OGH 08.04.1992 9 ObA 61/92
Veröff: SZ 65/55 = EvBl 1992/191 S 835 = Arb 10035 = DRdA 1993,21 (Rebhahn)
- 9 ObA 90/06k
Entscheidungstext OGH 11.08.2006 9 ObA 90/06k
Beisatz: Gemäß der - hier noch anzuwendenden - Bestimmung des § 44 Abs 3 1.Satz IPRG konnten die Vertragsteile des Arbeitsvertrages ausdrücklich (auch mündlich) eine beachtliche Rechtswahl treffen, die innerhalb der Zulässigkeitsgrenze des § 44 Abs 3 2.Satz IPRG eine Gesamt- oder auch nur eine Teilrechtswahl umfassen konnte. (T1)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0077415
Dokumentnummer
JJR_19920408_OGH0002_009OBA00061_9200000_002