Rechtssatz RS0079244
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0079244
Entscheidungsdatum
04.05.2021
Rechtssatz
Die Ausfolgung einer hinterlegten Sendung beim Postamt an einen Postbevollmächtigten bewirkt die Zustellung selbst dann, wenn der Hinterlegungsvorgang fehlerhaft war.
Entscheidungstexte
- 3 Ob 116/95
Entscheidungstext OGH 21.12.1995 3 Ob 116/95
- 10 Ob 351/97h
Entscheidungstext OGH 15.10.1997 10 Ob 351/97h
Auch; Beisatz: Da die Zustellung an einen Postbevollmächtigten, wie sich aus § 13 Abs 2 iVm Abs 5 ZustG ergibt, außerhalb der Abgabestelle vorgenommen werden darf, ist die Ausfolgung einer hinterlegten Sendung an den Postbevollmächtigten der Ausfolgung an den Empfänger gleichzuhalten. Sie bewirkt daher die Zustellung. Dafür spricht auch § 187 PostO, in dem der postordnungsmäßige Übernahmsberechtigte ebenfalls dem Empfänger gleichgestellt wird (3 Ob 116/95 = RZ 1996/74; ähnlich 5 Ob 2270/96a = ecolex 1997, 20). (T1)
- 3 Ob 45/08a
Entscheidungstext OGH 10.04.2008 3 Ob 45/08a
Vgl; Beisatz: Eine Hinterlegung bei vorübergehender Abwesenheit des nach § 13 Abs 2 ZustG Bevollmächtigten ist nicht zulässig. (T2)
- 5 Ob 63/21g
Entscheidungstext OGH 04.05.2021 5 Ob 63/21g
Vgl; Beis wie T1
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0079244
Zuletzt aktualisiert am
12.07.2021
Dokumentnummer
JJR_19951221_OGH0002_0030OB00116_9500000_001