Rechtssatz RS0080783
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0080783
Entscheidungsdatum
29.11.2020
Rechtssatz
Durch die Aufklärung soll der Versicherer in die Lage versetzt werden, sachgemäße Entscheidungen über die Behandlung des Versicherungsfalles zu treffen. Die Aufklärungspflicht des Versicherungsnehmers soll insbesondere auch die nötigen Feststellungen über den Unfallsablauf ermöglichen. Es genügt, daß die begehrte Auskunft abstrakt zur Aufklärung des Schadensereignisses geeignet ist. Auch die Benennung von Zeugen fällt unter die Auskunftspflicht.
Entscheidungstexte
- 7 Ob 3/90
Entscheidungstext OGH 22.02.1990 7 Ob 3/90
Veröff: SZ 63/28 = VersRdSch 1990,312 = VersR 1991,87 = ZVR 1991/41 S 119
- 7 Ob 70/15t
Entscheidungstext OGH 10.06.2015 7 Ob 70/15t
Auch; Beisatz: Als einzige Einschränkung der Obliegenheit des Versicherungsnehmers in der Rechtsschutzversicherung, Auskünfte spontan und ohne konkretes Verlangen des Versicherers zu geben, ist anerkannt, dass Obliegenheitsverletzungen, durch die nach menschlichem Ermessen die Interessen des Versicherers schon abstrakt in keiner Weise gefährdet werden können, außer Betracht bleiben, weil damit die Erfüllung der Obliegenheit zwecklos ist. (T1)
- 7 Ob 152/20h
Entscheidungstext OGH 21.10.2020 7 Ob 152/20h
Vgl
- 7 Ob 153/20f
Entscheidungstext OGH 23.09.2020 7 Ob 153/20f
Vgl
- 7 Ob 149/20t
Entscheidungstext OGH 23.09.2020 7 Ob 149/20t
Vgl
- 7 Ob 181/20y
Entscheidungstext OGH 29.11.2020 7 Ob 181/20y
nur: Durch die Aufklärung soll der Versicherer in die Lage versetzt werden, sachgemäße Entscheidungen über die Behandlung des Versicherungsfalles zu treffen. Es genügt, dass die begehrte Auskunft abstrakt zur Aufklärung des Schadensereignisses geeignet ist. (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0080783
Zuletzt aktualisiert am
10.02.2021
Dokumentnummer
JJR_19900222_OGH0002_0070OB00003_9000000_002