Rechtstracker.at
Rechtssatz RS0082061×

Rechtssatz RS0082061

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0082061

Entscheidungsdatum

31.05.1995

Norm

AUVB Art3 III Z7

Rechtssatz

1.) Bei alkoholbedingter Fahruntüchtigkeit liegt stets eine Bewußtseinsstörung im Sinne von Paragraph 3, Zif 3 AUB vor.

2.) Nach den Grundsätzen des Anscheinsbeweises ist dann auf die Ursächlichkeit dieser Bewußtseinsstörung für den Unfall zu schließen.

3.) Bereits eine Blutalkoholkonzentration (BAK) von 1,3 Promille rechtfertigt die Feststellung der absoluten Fahruntüchtigkeit.

4.) Ist ein beträchtlicher Alkoholeinfluß gewiß, so können auch Ausfallerscheinungen bei dem Verhalten des Versicherten im Straßenverkehr für das Vorliegen einer Bewußtseinsstörung und deren Unfallursächlichkeit sprechen.

5.) Es kann dann darauf abkommen, wie der Versicherte gefahren und wie es zu dem Unfall gekommen ist.

BGH vom 07.01.1972, römisch vier ZR 152/69; Veröff: VersR 1972,292 (mit Anmerkung von Franke)

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 57/86
    Entscheidungstext OGH 15.01.1987 7 Ob 57/86
    Veröff: VersR 1988,531
  • 7 Ob 25/88
    Entscheidungstext OGH 28.07.1988 7 Ob 25/88
    Veröff: SZ 61/176 = VersRdSch 1989,125
  • 7 Ob 41/88
    Entscheidungstext OGH 15.12.1988 7 Ob 41/88
    Beisatz: Eine Bewußtseinsstörung ist bei einem Blutalkoholwert von 1,3 Promille jedenfalls anzunehmen. (T1) Veröff: ZVR 1989/112 S 187 = VersRdSch 1989,252
  • 7 Ob 11/95
    Entscheidungstext OGH 31.05.1995 7 Ob 11/95
    Vgl; nur: Bei alkoholbedingter Fahruntüchtigkeit liegt stets eine Bewußtseinsstörung im Sinne von § 3 Zif 3 AUB vor. (T2) nur: Nach den Grundsätzen des Anscheinsbeweises ist dann auf die Ursächlichkeit dieser Bewußtseinsstörung für den Unfall zu schließen. (T3) Beisatz: Hier: Rechtslage nach Art 17 Z 8 USVB 1989. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0082061

Dokumentnummer

JJR_19870115_OGH0002_0070OB00057_8600000_001