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Rechtssatz RS0082432×

Rechtssatz RS0082432

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0082432

Geschäftszahl

1Ob10/80; 1Ob31/93; 1Ob243/04y

Entscheidungsdatum

23.11.2004

Rechtssatz

Bei einem bevorzugten Wasserbaues (Paragraph 100, WRG) kann die Vorschrift des Paragraph 26, Absatz 2, WRG nur sinngemäß angewendet werden. Es kommt darauf an, ob die Wasserrechtsbehörde im Entschädigungsverfahren mit dem Eintritt der dem Klagsanspruch zugrundeliegenden nachteiligen Wirkung gerechnet hat. Hat die Verwaltungsbehörde, wenn auch aus Säumnis, über den maßgeblichen Zeitraum noch nicht abgesprochen und daher auch eine Prognose nicht erstellt, ist es dem Gericht verwehrt, diese Prognose als Vorfrage selbst zu stellen; es mangelt vielmehr an einer Tatbestandsvoraussetzung des Paragraph 26, Absatz 2, WRG.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 10/80
    Entscheidungstext OGH 14.05.1980 1 Ob 10/80
    Veröff: SZ 53/76
  • 1 Ob 31/93
    Entscheidungstext OGH 16.02.1994 1 Ob 31/93
    Vgl auch; Veröff: SZ 67/25
  • 1 Ob 243/04y
    Entscheidungstext OGH 23.11.2004 1 Ob 243/04y
    Vgl auch; Beisatz: Über vorausschaubare vermögensrechtliche Nachteile, die durch die Errichtung einer Wasserbenutzungsanlage entstehen, entscheiden somit die Wasserrechtsbehörden, über nicht vorausgesehene Nachteile dieser Art dagegen die Gerichte. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0082432

Dokumentnummer

JJR_19800514_OGH0002_0010OB00010_8000000_003