Rechtssatz RS0082672
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0082672
Entscheidungsdatum
15.12.2009
Rechtssatz
Auch nach dem WEG 1975 besteht keine unbedingte Pflicht, eine Rücklage zu bilden, die Mehrheit kann sie im Rahmen der ordentlichen Verwaltung beschließen, die Minderheit kann deren Bildung oder angemessene Erhöhung nur im Wege einer gerichtlichen Entscheidung herbeiführen.
Entscheidungstexte
- 8 Ob 527/77
Entscheidungstext OGH 09.11.1977 8 Ob 527/77
Veröff: ImmZ 1978,117
- 5 Ob 59/87
Entscheidungstext OGH 30.06.1987 5 Ob 59/87
Beisatz: Minderheitsrecht im Wege des § 26 Abs 1 Z 3 WEG. (T1) Veröff: SZ 60/126 = WoBl 1988,94 (Call)
- 5 Ob 78/88
Entscheidungstext OGH 27.09.1988 5 Ob 78/88
Auch
- 5 Ob 171/09x
Entscheidungstext OGH 15.12.2009 5 Ob 171/09x
Vgl aber; Beisatz: Mit § 16 Abs 1 WEG 1975 idF des 3. WÄG, BGBl 1993/800, (nunmehr § 31 Abs 1 WEG 2002) wurde die Bildung einer Rücklage erstmals bindend und verpflichtend vorgeschrieben. (T2);
Beisatz: Unterbleibt die nach § 31 Abs 1 WEG 2002 zwingend vorgeschriebene Bildung einer Rücklage, dann enthält dafür das Gesetz selbst aber keine Sanktion. Allerdings kann jeder Wohnungseigentümer die Entscheidung des Gerichts darüber verlangen, dass eine angemessene Rücklage gebildet wird (§ 30 Abs 1 Z 2 WEG 2002). (T3);
Veröff: SZ 2009/162
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0082672
Zuletzt aktualisiert am
11.06.2013
Dokumentnummer
JJR_19771109_OGH0002_0080OB00527_7700000_001