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Rechtssatz RS0082810

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0082810

Geschäftszahl

5Ob74/93; 5Ob282/08v

Entscheidungsdatum

13.01.2009

Rechtssatz

Werden von Ehegatten Miteigentumsanteile vom Rechtsvorgänger, mit denen Wohnungseigentum bereits verbunden war, je zur Hälfte erworben, so ist damit auch die Voraussetzung des Paragraph 9, Absatz eins, WEG erfüllt, wonach Ehegatten, Miteigentümer je eines halben Mindestanteiles sein müssen. Ipso iure tritt dann durch diesen Erwerb die in Paragraph 9, Absatz 2, Satz 1 WEG genannte Rechtsfolge ein. Der Oberste Gerichtshof billigt nicht jene Rechtsprechung von Gerichten zweiter Instanz (NZ 1989/153; MietSlg 28486), wonach die Verbindung der Miteigentumsanteile der Ehegatten in der der Eintragung zugrundeliegenden Urkunde ausdrücklich enthalten sein müsste.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 74/93
    Entscheidungstext OGH 12.10.1993 5 Ob 74/93
    Veröff: SZ 66/123 = WoBl 1994,31
  • 5 Ob 282/08v
    Entscheidungstext OGH 13.01.2009 5 Ob 282/08v
    Auch; Beisatz: Die Ersichtlichmachung der Verbindung von Anteilen im Sinn des § 12 Abs 1 WEG 1975 bzw nunmehr § 5 Abs 3 WEG 2002 ist bloß deklarativ. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0082810

Zuletzt aktualisiert am

12.03.2009

Dokumentnummer

JJR_19931012_OGH0002_0050OB00074_9300000_002