Rechtssatz RS0083308
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0083308
Entscheidungsdatum
15.12.2009
Rechtssatz
Das WEG 1975 normiert keine unbedingte Pflicht zur Bildung einer Rücklage; die Bildung der Rücklage wird vielmehr den Wohnungseigentümern bzw dem diese unter Bindung an die Weisungen der Mehrheit vertretenden Verwalter überlassen.
Entscheidungstexte
- 5 Ob 29/82
Entscheidungstext OGH 22.03.1983 5 Ob 29/82
Veröff: SZ 56/49 = ImmZ 1984,212 = MietSlg 35275(10)
- 5 Ob 59/87
Entscheidungstext OGH 30.06.1987 5 Ob 59/87
nur: Das WEG 1975 normiert keine unbedingte Pflicht zur Bildung einer Rücklage. (T1) Veröff: SZ 60/126 = WoBl 1988,94 (Call) = MietSlg XXXIX/30
- 5 Ob 171/09x
Entscheidungstext OGH 15.12.2009 5 Ob 171/09x
Vgl aber; Beisatz: Mit § 16 Abs 1 WEG 1975 idF des 3. WÄG, BGBl 1993/800, (nunmehr § 31 Abs 1 WEG 2002) wurde die Bildung einer Rücklage erstmals bindend und verpflichtend vorgeschrieben. (T2);
Beisatz: Unterbleibt die nach § 31 Abs 1 WEG 2002 zwingend vorgeschriebene Bildung einer Rücklage, dann enthält dafür das Gesetz selbst aber keine Sanktion. Allerdings kann jeder Wohnungseigentümer die Entscheidung des Gerichts darüber verlangen, dass eine angemessene Rücklage gebildet wird (§ 30 Abs 1 Z 2 WEG 2002). (T3);
Veröff: SZ 2009/162
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0083308
Zuletzt aktualisiert am
11.06.2013
Dokumentnummer
JJR_19830322_OGH0002_0050OB00029_8200000_004