Rechtssatz RS0084257
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0084257
Entscheidungsdatum
10.12.2002
Rechtssatz
Bei einer Vorleistungspflicht des Trägers der Krankenversicherung ist der Anspruch auf Unfallheilbehandlung nur subsidiär.
Entscheidungstexte
- 10 ObS 230/93
Entscheidungstext OGH 31.01.1995 10 ObS 230/93
- 10 ObS 296/98x
Entscheidungstext OGH 09.02.1999 10 ObS 296/98x
Auch
- 10 ObS 247/02z
Entscheidungstext OGH 10.12.2002 10 ObS 247/02z
Vgl auch; Beisatz: Der Versehrte hat grundsätzlich keinen Anspruch auf Unfallheilbehandlung, soweit er die in Betracht kommenden Leistungen aus der Krankenversicherung beanspruchen kann; wobei es keine Rolle spielt, auf welcher Grundlage Ansprüche aus der Krankenversicherung bestehen. (T1); Beisatz: Der Ausschluss des §131 Abs 4 ASVG gilt nicht für Arbeitsunfälle, zu denen auch solche Unfälle zählen, die sich unabhängig von der Verpflichtung zur Teilnahme (§ 175 Abs 5 Z 1 ASVG) bei Schulveranstaltungen wie Schulskikursen und Schullandwochen ereignen, weshalb eine Vorleistungspflicht des Krankenversicherungsträgers anzunehmen ist. (T2); Veröff: SZ 2002/165
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0084257
Dokumentnummer
JJR_19950131_OGH0002_010OBS00230_9300000_003