Rechtssatz RS0084658
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0084658
Entscheidungsdatum
24.02.2009
Rechtssatz
Erst ein krasses Mißverhältnis zwischen dem objektiven Wert der Nebenware (Nebenleistung) und dem für sie geforderten "Entgelt" wird regelmäßig die (widerlegbare) Vermutung einer nicht ernstgemeinten, nur zur Verschleierung der Unentgeltlichkeit geforderten "Scheinvergütung" begründen. - "Club Kleine Zeitung"
Entscheidungstexte
- 4 Ob 317/84
Entscheidungstext OGH 20.03.1984 4 Ob 317/84
Veröff: ÖBl 1984,68
- 4 Ob 314/87
Entscheidungstext OGH 10.03.1987 4 Ob 314/87
Beisatz: Luster und Schlafzimmer. (T1) Veröff: MR 1987,66 = WBl 1987,193 = ÖBl 1987,132
- 4 Ob 334/97i
Entscheidungstext OGH 12.11.1997 4 Ob 334/97i
Auch
- 4 Ob 170/01f
Entscheidungstext OGH 12.09.2001 4 Ob 170/01f
nur: Erst ein krasses Mißverhältnis zwischen dem objektiven Wert der Nebenware (Nebenleistung) und dem für sie geforderten "Entgelt" wird regelmäßig die (widerlegbare) Vermutung einer nicht ernstgemeinten, nur zur Verschleierung der Unentgeltlichkeit geforderten "Scheinvergütung" begründen. (T2) Beisatz: Ob ein Scheinentgelt vorliegt, bestimmt sich demnach nicht nach dem Eindruck des Verkehrs, sondern nach der Kalkulation des Anbieters. (T3)
- 4 Ob 136/03h
Entscheidungstext OGH 24.06.2003 4 Ob 136/03h
nur T2; Beisatz: Ein Scheinpreis liegt nicht schon dann vor, wenn der Preis der Nebenware unter dem Normalpreis oder sogar unter dem Einstandspreis liegt. (T4)
- 4 Ob 211/08w
Entscheidungstext OGH 24.02.2009 4 Ob 211/08w
Auch; Beisatz: Hier: Unterschreiten des Marktpreises um 87 %. (T5)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0084658
Zuletzt aktualisiert am
12.03.2009
Dokumentnummer
JJR_19840320_OGH0002_0040OB00317_8400000_003