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Rechtssatz RS0085174×

Rechtssatz RS0085174

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0085174

Entscheidungsdatum

26.05.2026

Rechtssatz

Für die zivilrechtliche Ehrenbeleidigung nach Paragraph 1330, Absatz eins, ABGB gilt, insoweit sie nicht gleichzeitig auch eine rufschädigende Tatsachenbehauptung nach Absatz 2, leg cit darstellt, eine einjährige Verjährungsfrist (Paragraph 1490, Absatz eins, ABGB). Für Schadenersatzklagen nach Paragraph 1330, Absatz 2, ABGB gilt die dreijährige Verjährungsfrist des Paragraph 1489, ABGB (Paragraph 1490, Absatz 2, ABGB).

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 32/95
    Entscheidungstext OGH 09.11.1995 6 Ob 32/95
  • 6 Ob 265/00i
    Entscheidungstext OGH 23.11.2000 6 Ob 265/00i
  • 6 Ob 14/01d
    Entscheidungstext OGH 15.03.2001 6 Ob 14/01d
    Auch; nur: Für die zivilrechtliche Ehrenbeleidigung nach § 1330 Abs 1 ABGB gilt, insoweit sie nicht gleichzeitig auch eine rufschädigende Tatsachenbehauptung nach Abs 2 leg cit darstellt, eine einjährige Verjährungsfrist (§ 1490 Abs 1 ABGB). (T1); Beisatz: Für die Beschimpfung (§ 1330 Abs 1 ABGB; § 115 StGB) gilt die kurze Verjährungsfrist des § 1490 ABGB. (T2)
  • 6 Ob 190/03i
    Entscheidungstext OGH 19.02.2004 6 Ob 190/03i
    Auch; nur: Für Schadenersatzklagen nach § 1330 Abs 2 ABGB gilt die dreijährige Verjährungsfrist des § 1489 ABGB (§ 1490 Abs 2 ABGB). (T3)
  • 6 Ob 205/08b
    Entscheidungstext OGH 01.10.2008 6 Ob 205/08b
    Vgl; nur T3
  • 6 Ob 265/08a
    Entscheidungstext OGH 14.05.2009 6 Ob 265/08a
    Beisatz: Nach den im jeweiligen Kontext zu sehenden Ausführungen in den Entscheidungen 6 Ob 32/95, 6 Ob 265/00i und 6 Ob 190/03i betrachtet der Oberste Gerichtshof Unterlassungsansprüche in Verbindung mit § 1330 ABGB in Bezug auf die Verjährung als Schadenersatzansprüche. (T4); Beisatz: Ein Unterlassungsanspruch aufgrund einer Ehrenbeleidigung unterliegt der kurzen Verjährungsfrist des § 1490 Abs 1 Satz 1 ABGB nur dann, wenn die Ehrenbeleidigung im Sinn des § 1330 Abs 1 ABGB nicht gleichzeitig auch eine rufschädigende Tatsachenbehauptung nach § 1330 Abs 2 ABGB ist. (T5); Beisatz: Für Unterlassungsansprüche aufgrund unwahrer kreditschädigender (rufschädigender) Tatsachenbehauptungen (§ 1330 Abs 2 ABGB), mögen sie zugleich auch Ehrenbeleidigungen im Sinn des § 1330 Abs 1 ABGB sein, gilt gemäß § 1490 Abs 2 ABGB die dreijährige Verjährungsfrist des § 1489 ABGB. (T6)
  • 6 Ob 40/09i
    Entscheidungstext OGH 26.03.2009 6 Ob 40/09i
    Vgl; Beisatz: Hier: Beschimpfungen des Prozessgegners bzw dessen Rechtsanwalts. (T7); Beisatz: Für den Fristbeginn gilt Kenntnis im Sinn des § 1489 ABGB. (T8)
  • 6 Ob 86/25b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.05.2026 6 Ob 86/25b
    nur T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0085174

Im RIS seit

09.11.1995

Zuletzt aktualisiert am

25.06.2026

Dokumentnummer

JJR_19951109_OGH0002_0060OB00032_9500000_001