Rechtssatz RS0085413
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0085413
Entscheidungsdatum
22.06.2010
Rechtssatz
Da in den Fällen der Legalzession der Forderungsübergang schon im Zeitpunkt des schädigenden Ereignisses eintritt, führt eine Legalzession im Ergebnis zu einer Versagung der Vorteilsausgleichung, sodass sich im Bereich der gesetzlichen Zessionen das Problem der Vorteilsanrechnung gar nicht stellt, der Ersatzanspruch in voller Höhe aufrecht bleibt und ganz oder teilweise auf den Zessionar übergeht.
Entscheidungstexte
- 2 Ob 58/92
Entscheidungstext OGH 28.10.1992 2 Ob 58/92
Veröff: EvBl 1993/68 S 311
- 2 Ob 56/98v
Entscheidungstext OGH 20.01.1998 2 Ob 56/98v
Veröff: SZ 71/3
- 5 Ob 169/06y
Entscheidungstext OGH 24.10.2006 5 Ob 169/06y
Beisatz: Hier: Rechtschutzversicherung und Prozesskostenersatz (§ 67 VersVG). (T1)
- 2 Ob 190/07s
Entscheidungstext OGH 15.11.2007 2 Ob 190/07s
Auch; Veröff: SZ 2007/178
- 2 Ob 226/07k
Entscheidungstext OGH 14.08.2008 2 Ob 226/07k
Vgl; Beisatz: Dies gilt jedoch nur für die von der Legalzession betroffenen Ansprüche selbst. Da der ganz oder teilweise auf den Zessionar übergegangene Ersatzanspruch infolge der Legalzession in voller Höhe aufrecht bleibt, kommt die Berücksichtigung der Sozialversicherungsleistung als „Vorteil" des Geschädigten nicht in Betracht. Damit wird verhindert, dass der Schädiger durch Leistungen des Sozialversicherungsträgers von seiner Schadenersatzpflicht entlastet wird. (T2); Veröff: SZ 2008/107
- 10 Ob 34/10p
Entscheidungstext OGH 22.06.2010 10 Ob 34/10p
Auch
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0085413
Zuletzt aktualisiert am
19.10.2012
Dokumentnummer
JJR_19921028_OGH0002_0020OB00058_9200000_001