Rechtssatz RS0085839
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0085839
Entscheidungsdatum
14.01.2025
Rechtssatz
Das durch die Klage des Versicherten eingeleitete gerichtliche Verfahren ist kein Rechtsmittelverfahren und hat daher keine kontrollierende Funktion. Das Gericht prüft vielmehr selbständig den durch die Klage geltend gemachten sozialversicherungsrechtlichen Leistungsanspruch.
Entscheidungstexte
- 10 ObS 33/93
Entscheidungstext OGH 18.03.1993 10 ObS 33/93
- 10 ObS 43/01y
Entscheidungstext OGH 28.06.2001 10 ObS 43/01y
Auch; Veröff: SZ 74/116
- 10 ObS 150/01h
Entscheidungstext OGH 30.07.2001 10 ObS 150/01h
Auch
- 10 ObS 211/01d
Entscheidungstext OGH 04.09.2001 10 ObS 211/01d
Auch; Beisatz: Die Wartezeit ist vom Gericht unabhängig von der Begründung des angefochtenen Bescheids zu prüfen. (T1)
- 10 ObS 119/08k
Entscheidungstext OGH 14.10.2008 10 ObS 119/08k
Auch; Beisatz: Das Verfahren vor dem Arbeits- und Sozialgericht ist kein (kontrollierendes) Rechtsmittelverfahren, sondern das Gericht hat den durch die Klage geltend gemachten Anspruch selbständig und unabhängig vom Verfahren vor dem Versicherungsträger auf Basis der Sach- und Rechtslage bei Schluss der mündlichen Verhandlung erster Instanz zu prüfen. (T2) Veröff: SZ 2008/152
- 10 ObS 166/10z
Entscheidungstext OGH 01.03.2011 10 ObS 166/10z
Vgl auch; Beis wie T2
- 10 ObS 119/21d
Entscheidungstext OGH 19.10.2021 10 ObS 119/21d
Beisatz: Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist – auch nach Inkrafttreten des neu geschaffenen § 50 Abs 24 KBGG – die Beurteilung der Frage, ob der von der beklagten Partei geltend gemachte Rückforderungsanspruch wegen Überschreitens der Zuverdienstgrenze – bezogen auf den Zeitpunkt des Schlusses der mündlichen Verhandlung erster Instanz – zu Recht besteht. Die Rechtsansicht, dass sich das sozialgerichtliche Verfahren auf die Frage der Versäumung der in § 50 Abs 24 geregelten Zweimonatsfrist im Verwaltungsverfahren zu beschränken habe, liefe auf eine – nicht gegebene – partielle Bindung der Gerichte an Teilergebnisse des vorangegangenen Verwaltungsverfahrens hinaus (vgl RS0106394). (T3)
- 10 ObS 124/21i
Entscheidungstext OGH 16.11.2021 10 ObS 124/21i
Beis wie T3
- 10 ObS 9/22d
Entscheidungstext OGH 29.03.2022 10 ObS 9/22d
Vgl; Beis wie T3
- 10 ObS 22/22s
Entscheidungstext OGH 20.04.2022 10 ObS 22/22s
Vgl; Beis wie T3
- 10 ObS 186/21g
Entscheidungstext OGH 20.04.2022 10 ObS 186/21g
Vgl
- 10 ObS 75/22k
Entscheidungstext OGH 21.06.2022 10 ObS 75/22k
Vgl; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Die Ergebnisse des Verwaltungsverfahrens stehen daher auch einer Berücksichtigung der Rücknahme der – vor dem Krankenversicherungsträger abgegebenen und im Gerichtsverfahren wiederholten – Zuordnungserklärung nach § 8 Abs 1 Z 2 KBGG nicht entgegen. (T4)
- 10 ObS 96/23z
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 22.08.2023 10 ObS 96/23z
Beisatz wie T2
- 10 ObS 143/23m
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 19.11.2024 10 ObS 143/23m
Beisatz wie T2
- 10 ObS 60/24g
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 14.01.2025 10 ObS 60/24g
vgl; Beisatz: Hier: Zur Anwendbarkeit von § 366 ASVG im sozialgerichtlichen Verfahren. (T5)
Beisatz: Die Bestimmung des § 366 ASVG ist systematisch in den Siebenten Teil des ASVG („Verfahren“) eingeordnet, der sich an die Versicherungsträger und nicht an die Sozialgerichte richtet. Im sozialgerichtlichen Verfahren kommt demgemäß nicht § 366 ASVG, sondern § 359 ZPO zur Anwendung. (T6)
Beisatz: Die Ansicht, das sozialgerichtliche Verfahren habe sich auf Frage zu beschränken, ob im Verwaltungsverfahren § 366 Abs 2 ASVG richtig angewandt wurde, wenn schon der Bescheid darauf abgestellt habe, liefe auf eine gegen den Grundsatz der sukzessiven Kompetenz verstoßende Bindung der Gerichte an (uU berechtigt gemäß § 366 Abs 2 ASVG gewonnene) Ergebnisse des Verwaltungsverfahrens hinaus. Ob sich der Bescheid zu Recht auf § 366 Abs 2 ASVG stützen kann, ist für die vom Sozialgericht vorzunehmende materielle Prüfung des geltend gemachten Anspruchs somit nicht relevant. (T7); Beisatz wie T3
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0085839
Zuletzt aktualisiert am
17.02.2025
Dokumentnummer
JJR_19930318_OGH0002_010OBS00033_9300000_002