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Rechtssatz RS0088725×

Rechtssatz RS0088725

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0088725

Geschäftszahl

11Os11/74; 12Os43/74; 9Os36/75; 13Os117/82; 9Os140/82; 12Os103/84

Entscheidungsdatum

23.08.1984

Rechtssatz

Nur eine Unreife, die das normale Maß überschreitet und ihre Ursache in einer durch besondere Umstände wie zB durch eine physische oder psychische Krankheit abweichend von der Norm ungünstig beeinflußten Entwicklung des Jugendlichen hat, hebt ausnahmsweise die Zurechnungsfähigkeit auf.

Entscheidungstexte

  • 11 Os 11/74
    Entscheidungstext OGH 19.04.1974 11 Os 11/74
  • 12 Os 43/74
    Entscheidungstext OGH 25.06.1974 12 Os 43/74
  • 9 Os 36/75
    Entscheidungstext OGH 16.04.1975 9 Os 36/75
    Ähnlich; Beisatz: Die Umstände müssen bewirken, daß die Vorstellung des (solcherart wegen störender Einflüsse in seiner Entwicklung zurückgebliebenen) Jugendlichen von Recht und Unrecht, von sozialem oder unsozialem Verhalten zumindest noch nicht genügend gefühlsbetont ist, um seine Entschlüsse maßgebend zu beeinflussen und als Hemmung zu wirken. (T1)
  • 13 Os 117/82
    Entscheidungstext OGH 14.10.1982 13 Os 117/82
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 9 Os 140/82
    Entscheidungstext OGH 30.11.1982 9 Os 140/82
    Ähnlich
  • 12 Os 103/84
    Entscheidungstext OGH 23.08.1984 12 Os 103/84
    Vgl auch; Beisatz: Nur in besonders gelagerten Fällen können auch schwere Erziehungsfehler Gründe für eine verzögerte Reife sein. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0088725

Dokumentnummer

JJR_19740419_OGH0002_0110OS00011_7400000_001