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Rechtssatz RS0088904

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0088904

Geschäftszahl

8Os309/59; 10Os272/63; 12Os103/80; 13Os16/86; 11Os22/87

Entscheidungsdatum

31.03.1987

Rechtssatz

Ein nur auf die Volltrunkenheit des Täters zurückzuführender Tatirrtum, der diesen das in seiner Tat gelegene Verbrechen nicht erkennen ließ, schließt die Zurechnung der Tat nach dem Paragraph 523, StG (nunmehr Paragraph 287, StGB) nicht aus.

Entscheidungstexte

  • 8 Os 309/59
    Entscheidungstext OGH 09.11.1959 8 Os 309/59
    Veröff: RZ 1960,11 = SSt 30/119
  • 10 Os 272/63
    Entscheidungstext OGH 28.01.1964 10 Os 272/63
  • 12 Os 103/80
    Entscheidungstext OGH 18.09.1980 12 Os 103/80
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Rechtsirrtum (T1)
  • 13 Os 16/86
    Entscheidungstext OGH 06.03.1986 13 Os 16/86
    Vgl auch; Beisatz: Ein konkreter Einfluß der Alkoholisierung des Täters auf den Geschehnisablauf hat bei einem Schuldspruch nach § 287 StGB außer Betracht zu bleiben. (T2)
  • 11 Os 22/87
    Entscheidungstext OGH 31.03.1987 11 Os 22/87
    Vgl aber; Hat der Täter - wenn auch rauschbedingt - den gegen ihn einschreitenden (Kriminalbeamten) Beamten nicht als solchen erkannt, so scheidet infolge Tatbildirrtums, welcher die Tatbestandsmäßigkeit der Handlung verhüllt und den - auch für § 269 StGB als Rauschtat erforderlichen - Vorsatz ausschließt, seine Bestrafung wegen § 269 StGB bzw § 287 (§269) StGB aus (Nichtigkeit nach Z 9 lit a bzw Z 10, nicht nach Z 9 lit b - wegen § 8 StGB - des § 281 Abs 1 StPO). (T3) Veröff: JBl 1987,801 = SSt 58/23 = RZ 1987/78 S 278 (zustimmend Brandstetter)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1959:RS0088904

Dokumentnummer

JJR_19591109_OGH0002_0080OS00309_5900000_001