Rechtstracker.at
Rechtssatz RS0090629×

Rechtssatz RS0090629

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0090629

Entscheidungsdatum

27.03.2002

Rechtssatz

Zur Strafbarkeit eines Beteiligten im Sinne Paragraph 12, zweiter oder dritter Fall StGB ist zwar nicht unbedingt die Strafbarkeit des unmittelbaren Täters vorauszusetzen, die etwa bei der Nichtverwirklichung eines Tatbestandes auf der inneren Tatseite durch jenen oder beim Fehlen seiner Schuld nicht gegeben sein mag, wohl aber neben der (objektiven) Tatbildmäßigkeit seines Verhaltens auch dessen (konkrete) Rechtswidrigkeit; deshalb ist ein Beitragstäter hinsichtlich der dem unmittelbaren Täter erteilten Rechtsbelehrung zur Notwehr anfechtungsberechtigt.

Entscheidungstexte

  • 10 Os 168/83
    Entscheidungstext OGH 16.12.1983 10 Os 168/83
    Veröff: JBl 1984,389 (zustimmend Burgstaller, kritisch Kienapfel) = ÖJZ-LSK 1984/55
  • 10 Os 211/84
    Entscheidungstext OGH 02.07.1985 10 Os 211/84
    Vgl auch
  • 11 Os 159/86
    Entscheidungstext OGH 10.02.1987 11 Os 159/86
    Vgl auch
  • 13 Os 4/02
    Entscheidungstext OGH 27.03.2002 13 Os 4/02
    Vgl auch; Beisatz: Die Aussicht, dass zur Strafbarkeit eines Beteiligten im Sinn des zweiten oder dritten Falles des §12StGB der unmittelbare Täter konkret rechtswidrig handeln müsse, beruht auf überholter Judikatur. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0090629

Dokumentnummer

JJR_19831216_OGH0002_0100OS00168_8300000_003