Rechtssatz RS0091791
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0091791
Entscheidungsdatum
09.10.2018
Rechtssatz
Entfällt im Laufe des Verfahrens durch eine Gesetzesänderung die Strafbarkeit derjenigen Handlung, deren ein anderer zu Unrecht verdächtigt worden ist, so ist auch eine Verurteilung wegen falscher Anschuldigung ausgeschlossen.
BayOLG vom 20.03.1974 - RReg 3 St 62/74; Veröff: JR 1975,68 (mit Anmerkung Meyer)
Entscheidungstexte
- 14 Os 191/88
Entscheidungstext OGH 18.01.1989 14 Os 191/88
Vgl aber; Beisatz: Die nachträgliche Änderung der Strafdrohung der angeschuldigten Tat (Wertgrenzänderung durch StRÄG 1987) ist bedeutungslos, weil es bei der Verleumdung auf den Zeitpunkt der falschen Verdächtigung ankommt. (T1)
- 11 Os 130/90
Entscheidungstext OGH 19.03.1991 11 Os 130/90
Vgl aber; Beis wie T1; Veröff: EvBl 1991/150 S 635
- 14 Os 76/18k
Entscheidungstext OGH 09.10.2018 14 Os 76/18k
Vgl; Beis wie T1
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0091791
Zuletzt aktualisiert am
22.11.2018
Dokumentnummer
JJR_19890118_OGH0002_0140OS00191_8800000_001