Rechtssatz RS0091959
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0091959
Entscheidungsdatum
09.04.2019
Rechtssatz
Die spruchmäßige Hervorhebung des Ausmaßes der hypothetischen Freiheitsstrafe gereicht dem Verurteilten zum Nachteil, weil damit ein scheinbar höherer Grad strafrechtlichen Tadels zum Ausdruck gebracht wird.
Entscheidungstexte
- 14 Os 39/95
Entscheidungstext OGH 04.04.1995 14 Os 39/95
- 12 Os 16/96
Entscheidungstext OGH 07.03.1996 12 Os 16/96
- 14 Os 22/10g
Entscheidungstext OGH 13.04.2010 14 Os 22/10g
- 14 Os 29/19z
Entscheidungstext OGH 09.04.2019 14 Os 29/19z
Gegenteilig; Beisatz: Die Hervorhebung der intendierten hypothetischen Freiheisstrafe im Urteilsspruch statt korrekterweise bloß in den Entscheidungsgründen (wodurch im Übrigen kein höherer Grad strafrechtlichen Tadels, sondern die Grundlage für die Berechnung der endgültigen Sanktion zum Ausdruck gebracht wird) wirkt nicht zum Nachteil des Verurteilten. (T1)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0091959
Zuletzt aktualisiert am
20.05.2019
Dokumentnummer
JJR_19950404_OGH0002_0140OS00039_9500000_002