Rechtssatz RS0092110
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0092110
Geschäftszahl
13Os31/89; 15Os74/89 (15Os75/89); 11Os1/93 (11Os2/93)
Entscheidungsdatum
20.04.1993
Rechtssatz
Aus § 38 Abs 1 StPO, wonach die Einbringung der Anklageschrift oder des Antrags auf Einleitung der Voruntersuchung die Folge hat, daß der bisherige Verdächtige fortan als Beschuldigter anzusehen ist, ergibt sich, daß bereits das Einlangen derartiger Anträge (hier: Bestrafungsantrag) beim (Bezirksgericht) Gericht die Gerichtshängigkeit (§ 58 Abs 3 Z 2 StGB) begründet. Ansonst tritt Gerichtshängigkeit (Rechtshängigkeit) mit der ersten richterlichen Amtshandlung ein.Aus Paragraph 38, Absatz eins, StPO, wonach die Einbringung der Anklageschrift oder des Antrags auf Einleitung der Voruntersuchung die Folge hat, daß der bisherige Verdächtige fortan als Beschuldigter anzusehen ist, ergibt sich, daß bereits das Einlangen derartiger Anträge (hier: Bestrafungsantrag) beim (Bezirksgericht) Gericht die Gerichtshängigkeit (Paragraph 58, Absatz 3, Ziffer 2, StGB) begründet. Ansonst tritt Gerichtshängigkeit (Rechtshängigkeit) mit der ersten richterlichen Amtshandlung ein.
Entscheidungstexte
- 13 Os 31/89
Entscheidungstext OGH 13.04.1989 13 Os 31/89
Veröff: SSt 60/27 = RZ 1990/93 S 208
- 15 Os 74/89
Entscheidungstext OGH 19.07.1989 15 Os 74/89
Vgl aber; Beisatz: Hier: Zum Subsidiarantrag auf Einleitung der Voruntersuchung; unter Berufung auf ÖJZ-LSK 1981/68. (T1)
- 11 Os 1/93
Entscheidungstext OGH 20.04.1993 11 Os 1/93
Ausdrücklich gegenteilig; Veröff: EvBl 1993/142 S 560
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0092110
Dokumentnummer
JJR_19890413_OGH0002_0130OS00031_8900000_001