Rechtstracker.at
Rechtssatz RS0092977×

Rechtssatz RS0092977

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0092977

Entscheidungsdatum

27.05.2008

Rechtssatz

Gästebuchblätter sind keine Urkunden im Sinne des Paragraph 74, Ziffer 7, StGB; unrichtige Eintragungen darin können lediglich den Tatbestand einer Verwaltungsübertretung nach Paragraph 16, MeldeG erfüllen. Mit einem Meldevisum versehene Meldezettel sind (öffentliche) Urkunden im Sinne des Paragraph 74, Ziffer 7, StGB; wer einen mit falschem Namen ausgefüllten und unterfertigten Meldezettel bei der Meldebehörde zu Erlangung eines Meldevisums einreicht, verantwortet das Vergehen nach Paragraph 228, Absatz eins, StGB, wenn er mit dem in dieser Gesetzesstelle umschriebenen Verwendungsvorsatz handelt.

OLG Wien vom 16.08.1977, 12 Bs 255/77; Veröff: EvBl 1978/81 S 215

Entscheidungstexte

  • 13 Os 100/79
    Entscheidungstext OGH 28.09.1979 13 Os 100/79
    Beisatz: Aufgrund einer Beschwerde nach § 33 StPO). (T1); Ausdrücklich gegenteilig; Veröff: EvBl 1980/46 S 159 = SSt 50/56 = JBl 1980,105 = RZ 1979/84 S 257
  • 11 Os 158/93
    Entscheidungstext OGH 14.12.1993 11 Os 158/93
    Dagegen; nur: Gästebuchblätter sind keine Urkunden im Sinne des § 74 Z7 StGB. (T2); Beisatz: Gästebuchblatteintragungen sind Urkunden im strafrechtlichen Sinn. (T3) Veröff: JBl 1995,63
  • 15 Os 130/95
    Entscheidungstext OGH 12.10.1995 15 Os 130/95
    Dagegen; Beisatz: Gästebuchblätter eines Beherbergungsbetriebes sind Urkunden im Sinne des § 74 Z 7 StG. (T4)
  • 13 Os 123/07y
    Entscheidungstext OGH 07.11.2007 13 Os 123/07y
    Vgl
  • 14 Os 46/08h
    Entscheidungstext OGH 13.05.2008 14 Os 46/08h
    Gegenteilig; Beisatz: Mit der Verwendung eines Falschnamens beim Ausfüllen und Unterfertigen eines zur Erfüllung der Meldepflicht nach dem MeldeG vorgesehenen Gästeblatts (§§ 5 Abs 1, 10 MeldeG) wird eine Urkunde im Sinn des § 223 Abs 1 StGB hergestellt. (T5)
  • 11 Os 54/08p
    Entscheidungstext OGH 27.05.2008 11 Os 54/08p
    Vgl aber; Beisatz: Mit der Verwendung eines Falschnamens beim Ausfüllen und Unterfertigen eines zur Erfüllung der Meldepflicht nach dem MeldeG vorgesehenen Gästeblatts (§§ 5 Abs 1, 10 MeldeG) wird jedenfalls eine falsche Urkunde im Sinn des § 223 Abs 1 StGB hergestellt. Deren Weitergabe an den Unterkunftgeber, die Meldebehörde oder den Inhaber eines Beherbergungsbetriebes ist - bei Vorliegen des deliktsspezifischen Vorsatzes - ein Gebrauch derselben im Sinn des § 223 Abs 2 StGB. (T6)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0092977

Im RIS seit

27.09.1979

Zuletzt aktualisiert am

17.11.2023

Dokumentnummer

JJR_19790927_OGH0002_0130OS00100_7900000_003