Rechtssatz RS0093052
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0093052
Entscheidungsdatum
22.12.1988
Rechtssatz
Erpressung (bzw Nötigung) konsumiert Freiheitsbeschränkung, wenn diese Mittel der Erpressung (bzw Nötigung) ist (nicht Subsidiarität).
Entscheidungstexte
- 12 Os 54/73
Entscheidungstext OGH 05.07.1973 12 Os 54/73
- 13 Os 72/80
Entscheidungstext OGH 09.10.1980 13 Os 72/80
Vgl auch; Beisatz: Keine Subsidiarität der Freiheitsentziehung gegenüber der damit konkurrierenden Nötigung nach § 105 Abs 1 StGB im Hinblick auf das Verhältnis der Strafdrohungen (Leukauf-Steininger 2.Auflage, RN 20 zu § 99 StGB). (T1)
- 11 Os 168/80
Entscheidungstext OGH 14.01.1981 11 Os 168/80
Vgl; Beisatz: Idealkonkurrenz zwischen Freiheitsentziehung (§ 99 StGB) und Nötigung (§ 105 StGB) ist im Hinblick auf die Strafdrohungen grundsätzlich möglich. (T2)
- 12 Os 15/85
Entscheidungstext OGH 18.04.1985 12 Os 15/85
Vgl; Beisatz: Keineswegs ist § 99 StGB gegenüber § 105 StGB schlechthin subsidiär, desgleichen auch nicht Nötigung gegenüber der Freiheitsentziehung. (T3)
- 11 Os 162/86
Entscheidungstext OGH 27.01.1987 11 Os 162/86
Vgl; Beisatz: Keine Verdrängung der Freiheitsentziehung als straflose Vortat durch die spätere Erpressung mangels Identität des Rechtsgutes. (T4)
- 12 Os 150/88
Entscheidungstext OGH 22.12.1988 12 Os 150/88
Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T3; Veröff: EvBl 1989/97 S 343
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0093052
Dokumentnummer
JJR_19730705_OGH0002_0120OS00054_7300000_001