Rechtssatz RS0093627
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0093627
Entscheidungsdatum
13.12.1984
Rechtssatz
Gesellschaftsdiebstahl setzt zwar keine vorherige Verabredung, wohl aber einen gemeinsamen Tatentschluß, ein - wenn auch nur in schlüssiger Weise - vor Beginn oder erst während der Tatausführung, spätestens aber bis zur Vollendung des Vergehens zustandegekommenes Einverständnis der Täter voraus.
Entscheidungstexte
- 13 Os 64/81
Entscheidungstext OGH 03.12.1981 13 Os 64/81
Veröff: SSt 52/64 = JBl 1982,385
- 9 Os 119/82
Entscheidungstext OGH 17.08.1982 9 Os 119/82
Vgl auch; Beisatz: Eine vorsätzliche Unterlassung der Verhinderung der Tatausführung kann den erforderlichen, auf Mitwirkung an der Begehung des Diebstahls bzw gemeinsame Verübung des Diebstahls gerichteten Vorsatz nicht ersetzen. (T1)
- 11 Os 206/83
Entscheidungstext OGH 28.03.1984 11 Os 206/83
- 12 Os 158/84
Entscheidungstext OGH 13.12.1984 12 Os 158/84
Beisatz: Spontanes Einverständnis genügt (hier zum Gesellschaftsraub). (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0093627
Zuletzt aktualisiert am
22.11.2024
Dokumentnummer
JJR_19811203_OGH0002_0130OS00064_8100000_002