Rechtstracker.at
Rechtssatz RS0094085×

Rechtssatz RS0094085

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0094085

Entscheidungsdatum

14.03.2018

Rechtssatz

Gewalt gegen eine Person ist die Anwendung überlegener Körperkraft zwecks Ausschaltung eines tatsächlichen oder erwarteten Widerstands. Unentscheidend ist, ob sich das Opfer zur Wehr setzt. Kommt die Möglichkeit einer Willensbeugung nicht in Betracht (Überrumpelung!), so muß ein zu erwartender Widerstand der Überfallenen präventiv unterdrückt werden.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 179/82
    Entscheidungstext OGH 13.01.1983 13 Os 179/82
  • 12 Os 75/85
    Entscheidungstext OGH 20.06.1985 12 Os 75/85
    Vgl auch
  • 13 Os 149/86
    Entscheidungstext OGH 27.11.1986 13 Os 149/86
    Vgl auch; Beisatz: § 142 StGB verlangt nicht den Willen des Überfallenen, sein Eigentum zu verteidigen, sondern den Vorsatz des Täters, einem anderen durch Gewalt (oder gefährliche Drohung) eine fremde bewegliche Sache wegzunehmen. (T1)
  • 12 Os 68/88
    Entscheidungstext OGH 30.06.1988 12 Os 68/88
    nur: Unentscheidend ist, ob sich das Opfer zur Wehr setzt. (T2)
  • 13 Os 10/18x
    Entscheidungstext OGH 14.03.2018 13 Os 10/18x
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0094085

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

20.11.2023

Dokumentnummer

JJR_19820113_OGH0002_0130OS00179_8200000_001