Rechtssatz RS0094140
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0094140
Entscheidungsdatum
13.01.2026
Rechtssatz
Der die Bereicherung begründende Vorteil muss auf derselben Vermögensverfügung des Getäuschten beruhen, die den Schaden herbeiführt.
Entscheidungstexte
- 14 Os 20/96
Entscheidungstext OGH 26.03.1996 14 Os 20/96
- 14 Os 143/01
Entscheidungstext OGH 29.10.2002 14 Os 143/01
Vgl auch
- 13 Os 63/14k
Entscheidungstext OGH 09.10.2014 13 Os 63/14k
Auch; Beisatz: Der zur Umschreibung der Relation zwischen dem Vorsatz, einen anderen am Vermögen zu schädigen, und jenem, sich oder einen Dritten unrechtmäßig zu bereichern (§ 146 StGB), verwendete Begriff der „Stoffgleichheit“ bedeutet bloß, dass die vom Täter gewollte Bereicherung sich unmittelbar aus der Handlung, Duldung oder Unterlassung ergeben muss, durch die der Getäuschte sich oder einen Dritten schädigt. Nicht erforderlich ist hingegen, dass der Vermögensschaden und die angestrebte Bereicherung wertgleich sind, womit der Bereicherungsvorsatz betragsmäßig hinter dem Schädigungsvorsatz zurückbleiben kann. (T1)
- 14 Os 31/16i
Entscheidungstext OGH 24.05.2016 14 Os 31/16i
Vgl
- 17 Os 34/15a
Entscheidungstext OGH 06.06.2016 17 Os 34/15a
- 14 Os 11/18a
Entscheidungstext OGH 11.09.2018 14 Os 11/18a
- 14 Os 86/21k
Entscheidungstext OGH 16.11.2021 14 Os 86/21k
Vgl
- 14 Os 45/23h
Entscheidungstext OGH 06.09.2023 14 Os 45/23h
vgl
- 14 Os 104/24m
Entscheidungstext OGH 01.04.2025 14 Os 104/24m
vgl
- 14 Os 66/25z
Entscheidungstext OGH 13.01.2026 14 Os 66/25z
vgl; Beisatz wie T1
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0094140
Zuletzt aktualisiert am
17.02.2026
Dokumentnummer
JJR_19960326_OGH0002_0140OS00020_9600000_002