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Rechtssatz RS0094476×

Rechtssatz RS0094476

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0094476

Entscheidungsdatum

05.08.1997

Rechtssatz

Die Betrugsqualifikation nach Paragraph 147, Absatz eins, Ziffer eins, StGB ist auch dann gegeben, wenn ein falsches Beweismittel benützt wird, worunter auch eine echte Absichtsurkunde mit unwahrem Inhalt zu verstehen ist (EvBl 1988/29).

Entscheidungstexte

  • 12 Os 51/88
    Entscheidungstext OGH 31.05.1988 12 Os 51/88
    Veröff: JBl 1989,189 (ablehnend Kienapfel)
  • 11 Os 71/91
    Entscheidungstext OGH 05.11.1991 11 Os 71/91
    Ausdrücklich gegenteilig; Veröff: EvBl 1992/71 S 301 = JBl 1992,535 (zustimmend Kienapfel)
  • 13 Os 17/92
    Entscheidungstext OGH 20.05.1992 13 Os 17/92
    Ausdrücklich gegenteilig
  • 13 Os 78/92
    Entscheidungstext OGH 08.01.1993 13 Os 78/92
    Ausdrücklich gegenteilig; Beisatz: Echte Urkunden unrichtigen (unwahren) Inhaltes (sogenannte "Lugurkunden") scheiden vom gesamten Anwendungsbereich der Qualifikation des § 147 Abs 1 Z 1 StGB aus. (T1) Veröff: JBl 1994/56 = RZ 1994/1 S 13
  • 11 Os 69/97
    Entscheidungstext OGH 05.08.1997 11 Os 69/97
    Beisatz: "Echte Urkunden mit unwahrem Inhalt (sogenannte Lugurkunden) sind Deliktsobjekte des Vergehens der Beweismittelfälschung nach § 293 StGB." Sie kommen demnach auch als qualifikationsbegründendes Täuschungsmittel zum schweren Betrug nach dem zweiten (nicht aber nach dem ersten Fall) des § 147 Abs 1 Z 1 StGB in Betracht. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0094476

Dokumentnummer

JJR_19880531_OGH0002_0120OS00051_8800000_001