Rechtssatz RS0094784
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0094784
Entscheidungsdatum
15.12.2020
Rechtssatz
Die nachträgliche Genehmigung durch den Machtgeber (oder durch ein Kontrollorgan) vermag die Rechtswidrigkeit des zu einem Vermögensnachteil führenden Befugnismissbrauches des Machtnehmers nicht zu beseitigen.
Entscheidungstexte
- 15 Os 132/93
Entscheidungstext OGH 11.11.1993 15 Os 132/93
- 14 Os 123/05b
Entscheidungstext OGH 14.03.2006 14 Os 123/05b
Vgl auch; Beisatz: Hier: Dass die Ausübung der Rechtsmacht der Kontrolle durch eine weitere Firmenangehörige unterlag, die im Einzelfall über die Notwendigkeit der vorzunehmenden Überweisung getäuscht wurde, vermag an der rechtsgeschäftlichen Verfügungsmacht der Angeklagten nichts zu ändern. (T1)
- 12 Os 27/07y
Entscheidungstext OGH 13.12.2007 12 Os 27/07y
Vgl auch
- 13 Os 55/17p
Entscheidungstext OGH 11.10.2017 13 Os 55/17p
Vgl; Beisatz: Eine Einwilligung des Berechtigten ist auch bei der Untreue nach den Regeln des allgemeinen Strafrechts zu beurteilen (JAB 728 BlgNR 25. GP 11). Demzufolge ist eine solche Einwilligung für die Frage nach der Vertretbarkeit eines Regelverstoßes nur dann von Bedeutung, wenn sie spätestens im Tatzeitpunkt erteilt worden ist. (T2)
- 17 Os 17/17d
Entscheidungstext OGH 19.03.2018 17 Os 17/17d
Vgl auch
- 17 Os 2/18z
Entscheidungstext OGH 25.06.2018 17 Os 2/18z
Auch; Beisatz: Dahingehendes Vertrauen des Machthabers steht der Annahme wissentlichen Handelns nicht entgegen. (T3)
- 14 Os 115/20y
Entscheidungstext OGH 15.12.2020 14 Os 115/20y
Vgl; Beis wie T2
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0094784
Zuletzt aktualisiert am
15.02.2021
Dokumentnummer
JJR_19931111_OGH0002_0150OS00132_9300000_003