Rechtssatz RS0095353
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0095353
Entscheidungsdatum
18.05.2021
Rechtssatz
Der Tatbestand des § 208 StGB erfasst nur Fälle, an denen das Opfer weder aktiv noch passiv beteiligt ist. Wird die Handlung nicht vor, sondern (am oder) mit dem Schutzobjekt (das heißt unter dessen unmittelbarer körperlicher Beteiligung) begangen, scheidet § 208 StGB aus.Der Tatbestand des Paragraph 208, StGB erfasst nur Fälle, an denen das Opfer weder aktiv noch passiv beteiligt ist. Wird die Handlung nicht vor, sondern (am oder) mit dem Schutzobjekt (das heißt unter dessen unmittelbarer körperlicher Beteiligung) begangen, scheidet Paragraph 208, StGB aus.
Entscheidungstexte
- 12 Os 118/85
Entscheidungstext OGH 19.09.1985 12 Os 118/85
Veröff: SSt 56/71
- 13 Os 8/05h
Entscheidungstext OGH 30.03.2005 13 Os 8/05h
Vgl auch
- 13 Os 127/05h
Entscheidungstext OGH 22.03.2006 13 Os 127/05h
Vgl auch; Beisatz: § 208 Abs 1 StGB pönalisiert nach seinem Schutzzweck nicht etwa geschlechtliche Handlungen mit den geschützten Personen (vgl hiezu den mit BGBl I 2002/134 eingeführten, am 14. August 2002 in Kraft getretenen § 207b StGB), sondern nur solche, die vor der Opfergruppe dieses Tatbestandes getätigt werden. (T1)
- 14 Os 87/08p
Entscheidungstext OGH 05.08.2008 14 Os 87/08p
Auch; Beisatz: Das Anheben der Unterhose des Mädchens durch den Täter stellt eine Handlung am Opfer dar, weshalb eine Tatbeurteilung in Richtung des § 208 StGB schon deshalb ausscheidet. (T2)
- 15 Os 51/17i
Entscheidungstext OGH 28.06.2017 15 Os 51/17i
Auch
- 11 Os 54/21g
Entscheidungstext OGH 18.05.2021 11 Os 54/21g
Vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0095353
Zuletzt aktualisiert am
22.06.2021
Dokumentnummer
JJR_19850919_OGH0002_0120OS00118_8500000_001