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Rechtssatz RS0095452×

Rechtssatz RS0095452

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0095452

Entscheidungsdatum

07.04.1994

Rechtssatz

Ein eintätiges Zusammentreffen der Delikte nach Paragraph 215, StGB und Paragraph 217, Absatz eins, StGB ist rechtlich nicht möglich. Wohl aber können nach Paragraph 215, StGB und nach Paragraph 217, Absatz eins, StGB strafbare Handlungen real miteinander konkurrieren, etwa in der Form, daß der Täter eine Person zunächst der gewerbsmäßigen Unzucht im Inland zuführt (Paragraph 215, StGB) und dann erst das Verbrechen nach Paragraph 217, Absatz eins, StGB verwirklicht, indem er eine dem Begriff des Zuführens entsprechende Tätigkeit entfaltet, durch die die gesamte Lebensführung seines (nunmehr schon der Prostitution ergebenen) Opfers auf die gewerbsmäßige Ausübung der Unzucht im Ausland ausgerichtet wird.

Entscheidungstexte

  • 9 Os 89/79
    Entscheidungstext OGH 09.10.1979 9 Os 89/79
    Veröff: SSt 50/59 = EvBl 1980/108 S 327 = ZfRV 1981,55
  • 11 Os 120/86
    Entscheidungstext OGH 21.10.1986 11 Os 120/86
    nur: Ein eintätiges Zusammentreffen der Delikte nach § 215 StGB und § 217 Abs 1 StGB ist rechtlich nicht möglich. (T1) Veröff: SSt 57/80 = EvBl 1987/71 S 283
  • 13 Os 101/87
    Entscheidungstext OGH 17.09.1987 13 Os 101/87
    nur T1
  • 15 Os 13/94
    Entscheidungstext OGH 07.04.1994 15 Os 13/94
    nur T1; Beisatz: § 217 StGB verdrängt § 215 StGB. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0095452

Dokumentnummer

JJR_19791009_OGH0002_0090OS00089_7900000_005