Rechtssatz RS0096181
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0096181
Entscheidungsdatum
06.06.2016
Rechtssatz
Für die Abgrenzung zwischen Hoheitsverwaltung und Privatwirtschaftsverwaltung ist der materiell inhaltliche und nicht der formellorganisatorische Gesichtspunkt entscheidend.
Entscheidungstexte
- 9 Os 67/78
Entscheidungstext OGH 09.03.1979 9 Os 67/78
Veröff: JBl 1980,49
- 13 Os 170/83
Entscheidungstext OGH 12.01.1984 13 Os 170/83
Beisatz: So schon SSt 50/6. (T1) Veröff: ÖJZ-LSK 1984/68
- 11 Os 159/84
Entscheidungstext OGH 21.11.1984 11 Os 159/84
Vgl auch; Veröff: EvBl 1985/84 S 407 = RZ 1985/56 S 141
- 9 Os 148/86
Entscheidungstext OGH 03.12.1986 9 Os 148/86
Vgl auch; Veröff: SSt 57/92
- 15 Os 123/93
Entscheidungstext OGH 16.09.1993 15 Os 123/93
Vgl auch
- 15 Os 85/93
Entscheidungstext OGH 19.08.1993 15 Os 85/93
Veröff: JBl 1994,765
- 15 Os 21/03
Entscheidungstext OGH 06.03.2003 15 Os 21/03
Auch
- 17 Os 34/15a
Entscheidungstext OGH 06.06.2016 17 Os 34/15a
Vgl aber; Beisatz: Ein Akt der Hoheitsverwaltung liegt dann vor, wenn der Staat (das für ihn handelnde Organ) zur Erreichung seiner Ziele die ihm auf Grund seiner spezifischen Macht gegebene einseitige Anordnungsbefugnis gebraucht, demnach als Träger dieser besonderen Befehls‑ und Zwangsgewalt (imperium) auftritt. Hoheitliches Verwaltungshandeln kommt insbesondere im Einsatz bestimmter Rechtsformen (Verordnung, Bescheid, Akt unmittelbarer verwaltungsbehördlicher Befehls‑ und Zwangsgewalt, im Innenverhältnis auch Weisung) zum Ausdruck. Darüber hinaus ist auch Verwaltungshandeln, das selbst nicht normativer Art ist, sondern in tatsächlichen Verrichtungen oder Privaten zur Verfügung stehenden Rechtsformen in Erscheinung tritt, (schlichte) Hoheitsverwaltung, wenn es im Zusammenhang mit Hoheitsakten steht, diese also vorbereitet, begleitet oder umsetzt. (T1)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0096181
Zuletzt aktualisiert am
13.07.2016
Dokumentnummer
JJR_19790309_OGH0002_0090OS00067_7800000_004