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Rechtssatz RS0096872×

Rechtssatz RS0096872

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0096872

Geschäftszahl

12Os1/96; 12Os149/00 (12Os150/00); 11Os23/06a; 12Os77/09d; 14Os91/19t (14Os92/19i)

Entscheidungsdatum

07.10.2019

Rechtssatz

Mag es auch an einer unbedingten gerichtlichen Verpflichtung fehlen, alle gegen einen Angeklagten anhängigen Strafverfahren gemeinsam zu führen, weshalb auch nicht jede Verletzung der in Paragraphen 56 und 57 StPO normierten Vorschriften zwangsläufig Nichtigkeit begründet, scheidet eine gesonderte Verfahrensführung jedenfalls dann zwingend aus, wenn hiedurch dem Angeklagten oder der Anklage materiellrechtliche Nachteile erwachsen (SSt 59/16).

Entscheidungstexte

  • 12 Os 1/96
    Entscheidungstext OGH 21.03.1996 12 Os 1/96
  • 12 Os 149/00
    Entscheidungstext OGH 18.01.2001 12 Os 149/00
    Auch
  • 11 Os 23/06a
    Entscheidungstext OGH 01.04.2008 11 Os 23/06a
    Auch; Beisatz: Die Nichtbeachtung der §§ 56, 57 StPO aF allein begründet keine Nichtigkeit, sondern nur dann, wenn dem Beschwerdeführer durch die gesonderte Verfahrensführung materiellrechtliche Nachteile - wenn zB durch die Ausscheidung eine Wertgrenze oder sonstige Qualifikation berührt wird (WK-StPO § 281 Rz 380) - erwachsen. (T1)
  • 12 Os 77/09d
    Entscheidungstext OGH 11.02.2010 12 Os 77/09d
    Vgl
  • 14 Os 91/19t
    Entscheidungstext OGH 07.10.2019 14 Os 91/19t
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0096872

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.11.2019

Dokumentnummer

JJR_19960321_OGH0002_0120OS00001_9600000_001