Rechtssatz RS0098177
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0098177
Geschäftszahl
7Os245/58; 11Os132/82; 13Os44/96; 11Os35/13a (11Os36/13y; 11Os37/13w; 11Os38/13t); 11Os141/25g
Entscheidungsdatum
13.01.2026
Rechtssatz
Ein Sachverständigengutachten, das bereits vor der Hauptverhandlung schriftlich erstattet wurde, muß in der Hauptverhandlung vorgetragen oder verlesen werden.
Entscheidungstexte
- 7 Os 245/58
Entscheidungstext OGH 18.02.1959 7 Os 245/58
Veröff: SSt XXX/21
- 11 Os 132/82
Entscheidungstext OGH 08.09.1982 11 Os 132/82
Vgl auch
- 13 Os 44/96
Entscheidungstext OGH 18.07.1996 13 Os 44/96
Vgl; Beisatz: Zum Unterschied von Augenscheins und Befundaufnahmen (§ 252 Abs 2 StPO) dürfen, bei sonstiger Nichtigkeit Gutachten von Sachverständigen nur in den Fällen der Z 1, 2 und 4 des § 252 Abs 1 StPO verlesen werden (SSt 33/21), von denen keiner vorlag. Durch die (sogar gegen den ausdrücklichen Willen des Verteidigers) unberechtigte Verlesung des Gutachtens des Sachverständigen ist somit - zum Nachteil des Beschwerdeführers, weil das Gutachten zu seinen Ungunsten auch verwertet wurde - das angefochtene Urteil gemäß § 281 Abs 1 Z 3 (§ 252) StPO nichtig. (T1)
- 11 Os 35/13a
Entscheidungstext OGH 19.03.2013 11 Os 35/13a
Auch; Beisatz: Gutachten von Sachverständigen dürfen nur in den Fällen der Z 1, 2 und 4 des § 252 Abs 1 StPO verlesen werden, von denen hier keiner vorlag. (T2)
Beisatz: Hier wurde das Gutachten noch nicht einmal in das Verfahren eingebracht. (T3)
- 11 Os 141/25g
Entscheidungstext OGH 13.01.2026 11 Os 141/25g
vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1959:RS0098177
Zuletzt aktualisiert am
05.02.2026
Dokumentnummer
JJR_19590218_OGH0002_0070OS00245_5800000_001