Rechtssatz RS0098413
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0098413
Entscheidungsdatum
14.12.2011
Rechtssatz
Bei Würdigung der Angaben von Personen, die das Gericht selbst vernommen hat, ist der persönliche Eindruck des Gerichtes entscheidend. Dieser unmittelbare, lebendige Eindruck lässt sich nicht immer erschöpfend in Worte kleiden und muss darum im Urteil nicht in allen Einzelheiten dargelegt und wiedergegeben werden. Den Vorschriften der §§ 258, 270 Abs 2 Z 5 StPO genügt hier regelmäßig die Urteilsfeststellung, das Gericht habe die Überzeugung von der Glaubwürdigkeit oder Unglaubwürdigkeit einer bestimmten Aussage aufgrund seines persönlichen Eindruckes gewonnen.Bei Würdigung der Angaben von Personen, die das Gericht selbst vernommen hat, ist der persönliche Eindruck des Gerichtes entscheidend. Dieser unmittelbare, lebendige Eindruck lässt sich nicht immer erschöpfend in Worte kleiden und muss darum im Urteil nicht in allen Einzelheiten dargelegt und wiedergegeben werden. Den Vorschriften der Paragraphen 258, 270, Absatz 2, Ziffer 5, StPO genügt hier regelmäßig die Urteilsfeststellung, das Gericht habe die Überzeugung von der Glaubwürdigkeit oder Unglaubwürdigkeit einer bestimmten Aussage aufgrund seines persönlichen Eindruckes gewonnen.
Entscheidungstexte
- 11 Os 69/80
Entscheidungstext OGH 23.06.1980 11 Os 69/80
- 9 Os 17/83
Entscheidungstext OGH 12.04.1983 9 Os 17/83
Vgl auch
- 13 Os 83/83
Entscheidungstext OGH 07.07.1983 13 Os 83/83
Vgl auch
- 11 Os 63/84
Entscheidungstext OGH 13.06.1984 11 Os 63/84
Vgl auch
- 14 Os 172/87
Entscheidungstext OGH 02.12.1987 14 Os 172/87
- 10 Os 14/87
Entscheidungstext OGH 15.03.1988 10 Os 14/87
Vgl auch
- 14 Os 73/89
Entscheidungstext OGH 21.06.1989 14 Os 73/89
Vgl auch
- 15 Os 120/89
Entscheidungstext OGH 24.10.1989 15 Os 120/89
Vgl auch
- 14 Os 152/89
Entscheidungstext OGH 20.12.1989 14 Os 152/89
Vgl auch
- 15 Os 18/06w
Entscheidungstext OGH 19.04.2006 15 Os 18/06w
Auch; Beisatz: Die Tatrichter dürfen ihren persönlichen Eindruck auch auf das Auftreten, die Sprache, die Ausdrucksweise und die Bewegungen des Angeklagten stützen, ohne diese Verhaltensweisen näher zu beschreiben (vgl WK-StPO § 270 Rz 39 [in Druck]). (T1)
- 11 Os 89/10p
Entscheidungstext OGH 17.08.2010 11 Os 89/10p
Auch; nur: Dieser unmittelbare, lebendige Eindruck lässt sich nicht immer erschöpfend in Worte kleiden und muss darum im Urteil nicht in allen Einzelheiten dargelegt und wiedergegeben werden. (T2)
- 15 Os 138/11z
Entscheidungstext OGH 14.12.2011 15 Os 138/11z
Auch
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0098413
Zuletzt aktualisiert am
17.11.2023
Dokumentnummer
JJR_19800611_OGH0002_0110OS00069_8000000_001