Rechtssatz RS0101121
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0101121
Geschäftszahl
9Os120/68; 10Os223/70; 11Os157/72; 11Os158/75; 9Os88/81; 11Os97/81; 13Os113/82; 9Os93/82; 12Os101/83; 9Os95/85; 11Os170/85; 13Os197/85; 13Os100/90; 13Os143/90; 14Os58/91; 13Os108/94
Entscheidungsdatum
10.08.1994
Rechtssatz
Die Frage der Richtigkeit oder Unrichtigkeit des Wahrspruchs kann mit einer Rechtsrüge nicht releviert werden; denn die im Verdikt enthaltenen Sachverhaltsfeststellungen und die in ihm von den Geschwornen vorgenommene rechtliche Beurteilung der Tat sind der Anfechtung im Nichtigkeitsverfahren gänzlich entrückt, die Beantwortung richtig gestellter Fragen ist unbekämpfbar. Das entspricht der Vorschrift des Art 91 Abs 2 B-VG, wonach bei den mit schweren Strafen bedrohten Verbrechen sowie bei allen politischen Verbrechen und Vergehen (§ 14 a StPO) Geschworne (scil: allein) über die Schuld des Angeklagten zu entscheiden haben.Die Frage der Richtigkeit oder Unrichtigkeit des Wahrspruchs kann mit einer Rechtsrüge nicht releviert werden; denn die im Verdikt enthaltenen Sachverhaltsfeststellungen und die in ihm von den Geschwornen vorgenommene rechtliche Beurteilung der Tat sind der Anfechtung im Nichtigkeitsverfahren gänzlich entrückt, die Beantwortung richtig gestellter Fragen ist unbekämpfbar. Das entspricht der Vorschrift des Artikel 91, Absatz 2, B-VG, wonach bei den mit schweren Strafen bedrohten Verbrechen sowie bei allen politischen Verbrechen und Vergehen (Paragraph 14, a StPO) Geschworne (scil: allein) über die Schuld des Angeklagten zu entscheiden haben.
Entscheidungstexte
- 9 Os 120/68
Entscheidungstext OGH 27.10.1970 9 Os 120/68
Veröff: SSt 41/61 = EvBl 1971/157 S 272
- 10 Os 223/70
Entscheidungstext OGH 19.01.1971 10 Os 223/70
- 11 Os 157/72
Entscheidungstext OGH 22.11.1972 11 Os 157/72
nur: Die Frage der Richtigkeit oder Unrichtigkeit des Wahrspruchs kann mit einer Rechtsrüge nicht releviert werden. (T1)
- 11 Os 158/75
Entscheidungstext OGH 02.02.1976 11 Os 158/75
nur: Die Frage der Richtigkeit oder Unrichtigkeit des Wahrspruchs kann mit einer Rechtsrüge nicht releviert werden; denn die im Verdikt enthaltenen Sachverhaltsfeststellungen und die in ihm von den Geschwornen vorgenommene rechtliche Beurteilung der Tat sind der Anfechtung im Nichtigkeitsverfahren gänzlich entrückt, die Beantwortung richtig gestellter Fragen ist unbekämpfbar. (T2)
- 9 Os 88/81
Entscheidungstext OGH 10.06.1981 9 Os 88/81
nur T2
- 11 Os 97/81
Entscheidungstext OGH 29.06.1981 11 Os 97/81
- 13 Os 113/82
Entscheidungstext OGH 22.07.1982 13 Os 113/82
Vgl auch; nur T2; Beisatz: Die Anfechtung der Beantwortung richtig gestellter Fragen ist ausgeschlossen. (T3)
- 9 Os 93/82
Entscheidungstext OGH 28.09.1982 9 Os 93/82
nur T1
- 12 Os 101/83
Entscheidungstext OGH 08.09.1983 12 Os 101/83
nur T2
- 9 Os 95/85
Entscheidungstext OGH 26.06.1985 9 Os 95/85
Auch; nur T2
- 11 Os 170/85
Entscheidungstext OGH 17.12.1985 11 Os 170/85
nur T1
- 13 Os 197/85
Entscheidungstext OGH 20.03.1986 13 Os 197/85
Vgl auch; nur T2
- 13 Os 100/90
Entscheidungstext OGH 11.10.1990 13 Os 100/90
Vgl auch; nur T1
- 13 Os 143/90
Entscheidungstext OGH 30.01.1991 13 Os 143/90
nur T1
- 14 Os 58/91
Entscheidungstext OGH 01.10.1991 14 Os 58/91
nur T2
- 13 Os 108/94
Entscheidungstext OGH 10.08.1994 13 Os 108/94
nur T1
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0101121
Dokumentnummer
JJR_19701027_OGH0002_0090OS00120_6800000_008