Rechtssatz RS0101583
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0101583
Geschäftszahl
9Os2/71; 9Os82/83 (9Os83/83); 13Os30/93; 14Os44/03; 12Os129/06x; 11Os93/22v (11Os96/22k)
Entscheidungsdatum
31.01.2023
Rechtssatz
Voraussetzungen eines Abwesenheitsverfahrens; insbesondere muss dem Gericht ein ausreichender Zustellausweis über die Ladung des Beschuldigten vorliegen.
Entscheidungstexte
- 9 Os 2/71
Entscheidungstext OGH 21.01.1971 9 Os 2/71
- 9 Os 82/83
Entscheidungstext OGH 16.08.1983 9 Os 82/83
Vgl auch; Beisatz: Wirksam vorgenommene Ersatzzustellung gemäß §§ 106 Abs 2, 104 ZPO genügt. (T1)
- 13 Os 30/93
Entscheidungstext OGH 10.03.1993 13 Os 30/93
Vgl auch; Beisatz: Die Vorladung zur Hauptverhandlung muss dem Angeklagten noch persönlich und rechtzeitig im Sinne des § 221 Abs 1 StPO zugestellt worden sein. (T2)
- 14 Os 44/03
Entscheidungstext OGH 05.08.2003 14 Os 44/03
Beis wie T2
- 12 Os 129/06x
Entscheidungstext OGH 28.06.2007 12 Os 129/06x
Vgl aber; Beisatz: Nach dem eindeutigen Gesetzeswortlaut ist die Verhandlung und Verurteilung in Abwesenheit auch dann rechtmäßig, wenn der Nachweis der rechtzeitigen Zustellung erst nachträglich bei Gericht einlangt. (T3); Beisatz: Hier: Nachträgliches Entschuldigungsschreiben des Beschuldigten, aus dem sich ergibt, dass ihm die Ladung zur Hauptverhandlung sieben Tage vor dem Termin zugekommen ist. (T4)
- 11 Os 93/22v
Entscheidungstext OGH 31.01.2023 11 Os 93/22v
Vgl; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Zustellung einer Ladung nach Serbien. (T5)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0101583
Zuletzt aktualisiert am
28.02.2023
Dokumentnummer
JJR_19710121_OGH0002_0090OS00002_7100000_001