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Rechtssatz RS0102900×

Rechtssatz RS0102900

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0102900

Entscheidungsdatum

21.05.2014

Rechtssatz

Folgt das Erlöschen des Unterhaltsanspruches aus der rechtskräftigen Ehescheidung und ist mit dem Erlöschen auch jede Gefährdung dieses Anspruches weggefallen, so ist dieser Sachverhalt sowohl den in Paragraph 399, Absatz eins, Ziffer 2, als auch den in Paragraph 399, Absatz eins, Ziffer 4, EO geregelten Tatbeständen ähnlich. Die Aufhebung der einstweiligen Verfügung nach Paragraph 399, Absatz eins, EO kann daher begehrt werden, wenn aufgrund der rechtskräftigen Ehescheidung feststeht, dass der mit der einstweiligen Verfügung gesicherte Anspruch auf Unterhalt während aufrechter Ehe nicht mehr besteht. Dass der Unterhaltspflichtige das Erlöschen des Unterhaltsanspruches auch mit negativer Feststellungsklage oder (nach Einleitung der Exekution) mit Oppositionsklage geltend machen könnte, schließt den Aufhebungsantrag nicht aus.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 2004/96a
    Entscheidungstext OGH 12.03.1996 4 Ob 2004/96a
    Veröff: SZ 69/61
  • 6 Ob 26/99p
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 6 Ob 26/99p
    Vgl
  • 5 Ob 38/07k
    Entscheidungstext OGH 03.07.2007 5 Ob 38/07k
    Auch
  • 1 Ob 139/11i
    Entscheidungstext OGH 21.07.2011 1 Ob 139/11i
    Auch
  • 3 Ob 213/13i
    Entscheidungstext OGH 21.05.2014 3 Ob 213/13i
    Auch; Beisatz: Es besteht ein Wahlrecht des Schuldners zwischen Oppositionsklage und Aufhebungsantrag. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0102900

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

01.08.2014

Dokumentnummer

JJR_19960312_OGH0002_0040OB02004_96A0000_002