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Rechtssatz RS0106080

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0106080

Entscheidungsdatum

26.09.2018

Rechtssatz

Nach Paragraph 9, Absatz eins, ImmMV darf der Immobilienmakler für den Fall, dass die Vermittlung trotz seiner zweckentsprechenden, auf eine Vermittlung gerichteten Tätigkeit nicht als erfolgreich im Sinne des Paragraph 8, Absatz 2, ImmMV anzusehen ist, nur dann eine Provision oder Vergütung vorsehen, wenn einer der dort - taxativ aufgezählten - Fälle vorliegt. Die Vertragsbestimmung, dass dann, wenn dem Auftraggeber ein vom Vermittler angebotenes Objekt bereits als verkäuflich oder vermietbar bekannt ist, er dies unverzüglich dem Vermittler mitzuteilen hat, widrigenfalls die Anbotstellung als anerkannt gilt, fällt unter keinen der Tatbestände des Paragraph 9, ImmMV. Sie ist daher gesetzwidrig im Sinne des Paragraph 879, Absatz eins, ABGB, da auch eine Verordnung Gesetz im materiellen Sinn ist.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 2329/96w
    Entscheidungstext OGH 12.11.1996 4 Ob 2329/96w
  • 2 Ob 11/08v
    Entscheidungstext OGH 24.09.2008 2 Ob 11/08v
    Vgl
  • 6 Ob 166/18g
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 6 Ob 166/18g
    Vgl auch; Veröff: SZ 2018/76

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0106080

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.06.2020

Dokumentnummer

JJR_19961112_OGH0002_0040OB02329_96W0000_001