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Rechtssatz RS0109716×

Rechtssatz RS0109716

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0109716

Geschäftszahl

15Os10/98; 11Os53/01; 13Os63/05x (13Os64/05v)

Entscheidungsdatum

31.08.2005

Rechtssatz

Als "eine mit gerichtlicher Strafe bedrohte Handlung", auf welche das Mediengesetz in der Legaldefinition des Medieninhaltsdelikts (Paragraph eins, Absatz eins, Ziffer 12, MedG) zurückgreift, wird grundsätzlich ein Verhalten bezeichnet, das nur tatbestandsmäßig und rechtswidrig, nicht aber auch schuldhaft ist. Medieninhaltsdelikte können nicht nur in allen Täterschaftsformen (Paragraph 12, StGB), sondern auch in der Entwicklungsstufe des Versuchs (Paragraph 15, StGB) begangen werden.

Entscheidungstexte

  • 15 Os 10/98
    Entscheidungstext OGH 12.03.1998 15 Os 10/98
  • 11 Os 53/01
    Entscheidungstext OGH 08.05.2001 11 Os 53/01
    Vgl; Beisatz: Ein Medieninhaltsdelikt stellt keinen eigenen Deliktstatbestand dar; die Begehung einer gerichtlich strafbaren Handlung durch den Inhalt eines Mediums ist vorsatzunabhängig, weil damit nicht die Handlung des Täters, sondern nur der mediale Multiplikationseffekt umschrieben wird. (T1)
  • 13 Os 63/05x
    Entscheidungstext OGH 31.08.2005 13 Os 63/05x
    Auch; Beisatz: Zum Begriff des Medieninhaltsdeliktes zählt auch die Verwirklichung des subjektiven Tatbestandes. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0109716

Im RIS seit

11.04.1998

Zuletzt aktualisiert am

02.02.2016

Dokumentnummer

JJR_19980312_OGH0002_0150OS00010_9800000_001